Einige
Gerichtsentscheidungen zur Glaubensgemeinschaft Universelles Leben
(Stand: Oktober 2005)
1. Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 13.10.1994 – 4 CE
93.2586 –, ergangen in dem Rechts-streit Universelles Leben e.V. ./.
Gemeinde Hettstadt:
Beim Universellen Leben e.V. handelt es sich um eine Religionsgemeinschaft
i.S.v.Art.140 Grundgesetz i.V.m. Art.137 Weimarer Reichsverfassung (Leitsatz 1,
abgedr. in Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht 1995, S.502)
2. Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 4.4.1995 – 7 CE
95.462 –, ergangen in dem Rechtsstreit Universelles Leben e.V. ./. Freistaat
Bayern:
Der Bayerischen Landeszentrale für politische Bil-dungsarbeit wird im Wege einer
einstweiligen Anordnung u.a. untersagt, dem Universellen Leben "Rassismus
und dabei insbe-sondere Antisemitismus vorzuwerfen", zu behaupten, "es
existieren bereits Anzeichen für eine Kooperation zwischen dem UL und
rechtsextremen Organisationen".
3. Urteil des Landgerichts Darmstadt vom 8.1.1998 – 3 O 601/97 –,
ergangen in dem Rechtsstreit Firma Gut zum Leben ./. Junge Union Neu-Isenburg:
Das Landgericht untersagt im Wege einer einstweiligen Verfügung zu behaupten,
dass Menschen in Geschäften der Firma Gut zum Leben nur für einen Hungerlohn
arbeiten würden.
4. Urteil des Verwaltungsgerichts München vom 4.9.1998 – M 24 K 95.3517
-, ergangen in dem Rechtsstreit Universelles Leben e.V. ./. Landeszentrale für
politische Bildungsarbeit:
Das Verwaltungsgericht untersagt u.a., die Behauptung zu verbreiten, dass die
Mitarbeiter von Betrieben, die von Anhängern der Glaubensgemeinschaft gegründet
wurden und betrieben werden, "mit einem Hungerlohn abgespeist werden".
Weiter erklärte es das Verwaltungsgericht in diesem Urteil für unzulässig, dem
Universellen Leben einen "Hang zum Totalitarismus" nachzusagen, der bei solchen
Gruppen "zu einer Belastung für eine pluralistische Demokratie" werde.
5. Beschluss des Landgerichts Stuttgart vom 18.12.2001 – 17 O 627/01 –,
ergangen in dem Rechtsstreit Firma Lebe Gesund ./. Aktion Bildungsinformation
e.V.:
Das Landgericht untersagt im Wege einer einstweiligen Verfügung zu behaupten,
in den der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben zugehörigen sogenannten
Christusbetrieben würden die Leute entgegen aller rechtlichen Bestimmungen weit
unter Tarif bezahlt. Erwachsene verdienten in Vollzeittätigkeit nur 2.000,00 DM.
6. Urteil des Verwaltungsgerichts Würzburg vom 14.4.1999 – W 10 K 98.1100
-, ergangen in dem Rechtsstreit Firma Gut zum Leben ./. Freistaat Bayern:
Das Verwaltungsgericht spricht dem von Angehörigen des Universellen Lebens
geführten landwirtschaftlichen Betrieb staatliche Fördermittel für ökologischen
Landbau zu.
In einer umfassenden Begründung bestätigt das Gericht, dass es sich bei der
Glaubensgemeinschaft Universelles Leben um eine gesetzes- und verfassungstreue
Religionsgemeinschaft handelt.
7. Urteil des Landgerichts Berlin vom 9.1.2003 – 27 O 445/02 -, ergangen
in dem Rechtsstreit Universelles Leben e.V. ./. Chatwin:
Das Landgericht untersagt die Behauptung, die Ideologie der
Glaubensgemeinschaft Universelles Leben beinhalte antisemitisches Gedankengut.
8. Beschluss des Landgerichts Hamburg vom 20.1.2003 – 324 O 15/03 -,
ergangen in dem Rechtsstreit Universelles Leben ./. Andreas Hochhaus:
Das Landgericht untersagt im Wege einer einstweiligen Verfügung, in bezug auf
das Universelle Leben zu behaupten, es handle sich um eine "vom Gericht als
totalitäre Sekte bezeichnete" Gemeinschaft, es handle sich um eine Gruppierung,
"die antisemitisches und faschistisches Gedankengut verbreitet".
9. Beschluss des Landgerichts Berlin vom 15.6.2004 – 27 O 496/04 -,
ergangen in dem Rechtsstreit Universelles Leben ./. Samuel Laster:
Das Landgericht untersagt im Wege einer einstweiligen Verfügung, in bezug auf
das Universelle Leben
a) die Äußerung
"UL steht, wie aus den Anlagen hervorgeht, in offener und verdeckter Verbindung
zu einer Vielzahl von Organisationen mit rechtsextremen Gedankengut."
zu verbreiten oder verbreiten zu lassen;
b) die Äußerung
"Die Sekte widmete nicht nur eine ganze Ausgabe ihrer Zeitschrift
'Christusstaat' (Nr.9, 1991) antisemitischer Hetzpropaganda", zu verbreiten oder
verbreiten zu lassen, es sei denn, es wird gleichzeitig hinzugefügt, dass sich
der Redakteur der Zeitschrift "Christusstaat" von den entsprechenden Texten
öffentlich distanziert und dafür entschuldigt hat;
c) die Äußerung
"... einer ihrer Wortführer (Klaus Meurer) vertrat auch die folgende Auffassung:
'Die Juden im Dritten Reich seien wahrscheinlich reinkarnierte Seelen von
Sklavenhändlern im Alten Rom gewesen. Nach 'Göttlichem Gesetz' seien sie unter
Hitler eben 'dran' gewesen." und "Das Gesetz arbeitet präzise. Die Nazis, die
Gestapoleute sind sicherlich, deskriptiv gesehen, Vollstrecker des
Schicksals..." zu verbreiten oder verbreiten zu lassen;
d) die Äußerung
(Pfarrer Thomas Gandow... warnte...) "Die Sekte habe früher auch Thesen über
eine 'jüdisch-zionistische Weltverschwörung' sowie Auszüge aus den angeblichen
'Protokollen der Weisen von Zion' verbreitet" zu verbreiten oder verbreiten zu
lassen, es sei denn, es wird gleichzeitig hinzugefügt, dass sich der Redakteur
der entsprechenden Veröffentlichung öffentlich davon distanziert und
entschuldigt hat;
e) die Äußerung
"Behauptungen in eigenen Publikationen, dass auch Deutschland 'Spielball
herrschsüchtiger Juden' sei, (wurden nach öffentlichen Protesten
zurückgenommen)" zu verbreiten oder verbreiten zu lassen.
10. Beschluss des Landgerichts Hamburg vom 24.10.2005 – 324 O 817/05 -,
ergangen in dem Rechtsstreit Universelles Leben ./. Sebastian Vollnhals:
Das Landgericht untersagt im Wege einer einstweiligen Verfügung, in bezug auf
das Universelle Leben zu äußern, "rechter 'UL-Mob'", "Weg mit dem Nazidreck!",
"Rassistischen Christenwahn angreifen!"
Dr. Christian Sailer, Rechtsanwalt
Main Post, 05.03.
2003:
Tiermagazin unterliegt gegen UL
Landgericht bestätigt Entscheidung gegen diskriminierende
Berichterstattung
Von unserem Redaktionsmitglied MANFRED SCHWEIDLER
HAMBURG/WÜRZBURG Das Tierrechtsmagazin „voice“ darf die
Glaubensgemeinschaft „Universelles
Leben“ (UL) weiterhin nicht in Wort oder Bild mit dem Hakenkreuz in
Verbindung
bringen. Das Landgericht Hamburg bestätigte am Dienstag die Einstweilige
Verfügung gegen
die Berichterstattung über das UL.
Im Oktober 2002 hatte ein schockierendes Bild den Titel des Offenbacher
Magazins geziert: Die Fotomontage
zeigte ein mit dem Emblem des UL bedrucktes Sweatshirt, dessen
Reißverschluss halb
geöffnet ist. Hinter dem Reißverschluss kommt ein Hakenkreuz und der
blutige Kopf eines Kalbes zum
Vorschein. In der Überschrift heißt es: „Was steckt wirklich hinter dem
Universellen leben? Eine Gefahr
für die Tierrechtsbewegung?“
Im Rahmen seiner Recherche war das Tierrechtsmagazin zu dem Schluss
gelangt, die Glaubensgemeinschaft
aus der Umgebung von Würzburg unterwandere die Tierrechtesbewegung zu
eigenen
Zwecken. In einem 23-seitigen Bericht versuchten die Journalisten
darzulegen, dass es sich ihrer Auffassung
nach beim Universellen Leben um eine totalitäre Sekte handle, die
antisemitisches und faschistisches
gedankengut verbreite.
Gegen das Magazin, die Ergebnisse seiner Recherchen und deren
Präsentation ging die Glaubensgemeinschaft
mit Einstweiligen Verfügungen vor, mit Erfolg. Dem Rechtsvertreter des
UL, Dr. Christian
Sailer, ging es dabei nicht nur um das Titelblatt. Mit Einstweiligen
Verfügungen wurde dem Tierrechtsmagazin
„voice“ auch verboten, „in Bezug auf das Universelle Leben zu äußern, es
handle sich
um eine Sekte, die antisemitisches und faschistisches Gedankengut
verbreite.“
Der Würzburger Anwalt von „voice“, Ulrich Heidenreich, legte Widerspruch
gegen die Entscheidung
ein, die ohne mündliche Verhandlung erfolgt sei. Er betont, die
Geschichte sei „sauber recherchiert“.
Wegen der Reizüberflutung durch die Medien sei die Verwendung des
Hakenkreuzes als gestalterisches
Element und künstlerischer Ausdruck in dem Fall zulässig, um auf einen
ungewöhnlichen Umstand
wie antisemitische und faschistische Tendenzen im UL hinzuweisen.
In der Verhandlung vor der Pressekammer beim Landgericht Hamburg konnte
er die Richter aber wohl
nicht überzeugen. „Die Einstweilige verfügung wurde bestätigt“. erklärte
am Dienstag ein Sprecher der
Justiz auf unsere Anfrage. Eine schriftliche Begründung lag noch nicht
vor.
Dr. Christian Sailer zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung: „Dieses
Ergebnis war vorauszusehen.“
„Wir müssen unser Titelblatt weiter zensieren“, erklärte ein Sprecher
von „voice“. Dort überlegt man,
ob man die Entscheidung akzeptiert oder in die nächste Instanz geht.
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Aus dem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung
gegen die Titelbild-Darstellung des VOICE Magazins mit Hakenkreuz vom 2.
November 2002
„Soweit antisemitische Tendenzen schließlich mit einer Textstelle aus
dem Buch „Das ist Mein
Wort“ belegt werden sollen, handelt es sich um eine Beschreibung dessen,
was vor 2000 Jahren
geschah – eine Beschreibung, die ohne Zweifel den Tatsachen entspricht.
Sodann wird die schizophrene
Wankelmütigkeit der Zeitgenossen Jesu, der Juden, als warnendes Beispiel
für jedermann
genannt: „Wer nur an sein eigenes Wohl denkt, der wird heute den ehren,
der ihm dies ermöglichen
könnte, und morgen den selben verwünschen, weil er es ihm nicht
ermöglicht hat Prüft
euch ..., ob ihr nicht ... handelt wie die Juden der damaligen Zeit.“
Wohlgemerkt: der „damaligen
Zeit“.
Sodann kommt das Gesetz von Saat und Ernte in Verbindung mit der
Reinkarnation ins Spiel. Beides
wird ersichtlich auf alle bezogen, die „zum Judas werden“. Sie alle
„werden dafür zu tragen
haben....; denn was der Mensch sät, das wird er ernten“.
Als Beispiel für die Wirkungen des Gesetzes von Saat und Ernte werden
dann noch einmal die Juden
genannt, was nicht im geringsten heißt, dass das Leid, das die Juden in
den letzten 2000
Jahren erlitten haben und das ihnen vorwiegend Christen zugefügt haben,
irgendwie gebilligt
wird. Derartiges ist auch nicht zwischen den Zeilen zu lesen, vor allem
nicht in einer
Schrift, deren Herzstück die Bergpredigt ist, die zur Nächstenliebe in
jeder Situation und gegenüber
jedermann auffordert.
Glaubhaftmachung:
1) das zitierte Kapitel aus dem Buch „Das ist Mein Wort“ (S. 733 f)
2) Inhaltverzeichnis des Buches (auszugsweise, aus dem sich auf Seite 14
ff die umfangreiche
Darstellung der Bergpredigt auf den S. 266-366 ergibt)
Nur nebenbei sei erwähnt, dass in der HG Naturklinik, die von Anhängern
der Glaubensgemeinschaft
gegründet wurde und betrieben wird, seit über 10 Jahren immer wieder
auch Juden aus dem
In- und Ausland zu den Patienten gehören.
Glaubhaftmachung:
Eidesstattliche Erklärung Dr. med. Arno Schneider vom 2.11.2002“
Das Landgericht Hamburg VOICE am 14.11.2002 „bei Vermeidung eines vom
Gericht für jeden Fall der Zuwiderhandlung
festzusetzenden Ordnungsgeldes, und für den Fall, dass dieses nicht
beigetrieben werden kann, einer Ordnungshaft
bis zu sechs Monaten (Ordnungsgeld im Einzelfall höchsten EUR
250.000,00; Ordnungshaft insgesamt
höchstens 2 Jahre verboten, eine Darstellung wie auf der Titelseite der
Zeitschrift `VOICE´ Heft 31/Oktober
2002 zu verbreiten, solange darauf das Hakenkreuz zu sehen ist.“
(Beschluss des Landgerichts Hamburg, Zivilkammer
24, vom 14.11.2002). Das Gericht sah für die Faschismus-Vorwürfe
keinerlei Grundlage.
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Leserbrief an an Tba und voice von Dr. Martin Balluch,
Verein gegen Tierfabriken,
Organisator des Internationalern Tierrechtskongresses in Wien
Sehr geehrte Leute von VOICE und TIERBEFREIUNG,
[...] Die "umfangreichen Recherchen" und "Tatsachenbehauptungen", die
"auf eindeutigen Belegen"
beruhen, soweit sie den österreichischen Tierrechtskongress betreffen,
muss ich aber als
Mitorganisator desselben kommentieren. So umfangreich recherchiert und
eindeutig belegt sind
diese Aussagen nämlich nicht, im Gegenteil: sie sind dümmliche
vorsätzliche Falschdarstellungen,
wie ich im folgenden zeige.
So steht in Eurem Geschreibsel wörtlich: "Die Formulierung im
Rahmenprogramm des Kongresses
spricht Bände: >>Nicht aufliegen sollen Materialien, die in irgendeiner
Art [...] andere Organisationen
oder Einzelpersonen angreifen, die gegen Tierausbeutung oder für Veg*ismus
eintreten<<.
Somit wird nicht nur Kritik am Konsum von Milch, Eiern, Honig, Leder,
Wolle und anderen
Tiere ausbeutenden 'Nahrungsmitteln'/Konsumgütern oder speziesistischen
TierschützerInnen sondern
auch am UL von vornherein verhindert."
Die hier zitierte Stelle wurde VORSÄTZLICH verstümmelt, um ihren Sinn
ins Gegenteil zu verkehren.
Vollständig lautet das Zitat nämlich: "Nicht aufliegen sollen
Materialien, die in irgendeiner
Art Tierausbeutung jeglicher Form gutheißen oder andere Organisationen
oder Einzelpersonen
angreifen, die gegen Tierausbeutung oder für Veg*ismus eintreten.
Ebenfalls sollen
keine Produkte mit tierlichen Inhaltsstoffen oder solche, die an Tieren
getestet worden sind
aufliegen."
Keine Kritik an Milch, Eiern, Honig, Leder, ...???? Das GEGENTEIL ist
der Fall. Obiges SETZT
ALS GRUNDKONSENS voraus, dass alle gegen Milch, Eier, Honig, Leder, usw.
sind und verbietet
DAS im Rahmen des Kongresses in Frage zu stellen. Und unerwünscht sind
ANGRIFFE gegen Personen,
anstelle nur ihre Ideen anzugreifen, was natürlich erwünscht ist. Es
soll vom persönlichen
Angriff wegzukommen versucht werden, hin zur Diskussion der Standpunkte,
UNABHÄNGIG davon,
welche Person sie vertritt.
Das ist tatsächlich DAS GEGENTEIL, was Eure "umfangreich recherchierte"
und "eindeutig belegte
Tatsachenbehauptung" in populistisch primitiver Weise darzustellen
versucht. Hier wird also
vorsätzlich der Sinn entstellt, weil offenbar in den tatsächlichen
Aussagen zum Kongress nicht
"genügend" Kritisierbares gefunden wurde! [...] Und so gehts weiter.
Z.B. finde ich folgendes
Zitat: "Ein Mag. Lehner beleuchtete das Verhältnis des Ur-Christentums
ansich zu den Tieren."
[...] Die Grundeinstellung zum TR-Kongress war, dass alle aus der
TR-Bewegung, die auch aktiv
sind, zu Wort kommen können, wenn sie das wollen. Die Wahrheit braucht
nur Öffentlichkeit. Sie
hat nichts anderes zu befürchten, als Totgeschwiegen zu werden. Daher
bin ich für Offenheit
und gegen Zensur. Schon 1 Jahr vor dem Kongress ist eine Einladung an
alle per Internet ergangen,
sich selbst zu melden, wer mitmachen will. Herr Dr. Sailer hat sich zum
Arbeitskreis
"Christentum und Tierrechte" gemeldet, und dazu auch sehr sinnvoll
gesprochen. Er hat seine
UL-Herkunft nicht verheimlicht. Also nichts mit "einschleichen" und
"unterwandern", wie es Euer
Boulvard-Geschreibsel herbeiskandalisiert.
Und so gehts weiter. Typisch deutsche TR-Bewegung: am effizientesten war
sie immer schon in
der Selbstzerfleischung [...]
Ich kann nur sagen, dass ich heilfroh bin, dass zwischen der deutschen
und der österreichischen
TR-Bewegung so wenig Kontakt besteht!
Viel Spass beim Selbstzerfleischen, aber bitte lassts uns AusländerInnen
aus dem Spiel,
martin balluch
PS: Falls es Euch nicht aufgefallen ist - alle Leute, die auch
tatsächlich
beim TR-Kongress waren, waren begeistert. Er war auch wirklich die
wahrscheinlich bisher tollste Veranstaltung der TR-Bewegung in
Österreich. Nicht nur, dass es
jetzt soviel Energie und Aktivismus wie nie zuvor in der TR-Szene in
Österreich gibt, von Gesetzesinitiativen
bis zu
ALF-Aktivität, sondern auch die Zusammenarbeit und die Toleranz der
einzelnen TR- und TS-Gruppen untereinander ist besser als jemals zuvor.
Mir ist keine Stimme
innerhalb Österreichs bekannt, die sich gegen den TR-Kongress
ausgesprochen hätte.
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Brief von Ulrich Dittmann, Arbeitskreis für humanen
Tierschutz und gegen Tierversuche, an die Magazine
»Tierbefreiung aktuell« und »Voice«:
Auf meine freundliche Anfrage nach den Namen der Autoren des Beitrags
„Was steckt hinter UL“
kam bezeichnenderweise keine Antwort.(...)
Tierbefreier + Voice beanspruchen offenbar das Alleinvertretungsrecht
für die Befreiung von
Tieren und haben wohl allein den Stein des Weisen in der Tasche? Nach
dem neidvollen und gehässigen
ellenlangen Fortsetzungsroman von euch über die engagiere Konkurrenz
Tierrechtsorganisation
PETA nun dies – seitenweise diffamierendes Lamentieren über Universelles
Leben (UL),
eine christliche Vereinigung, die sich vorbildlich im Sinne des
Urchristentums auch für mehr
Mitgeschöpflichkeit einsetzt – und dies auch praktiziert, u.a. durch
Betreiben eines Gnadenhofes.
Obwohl persönlich dem UL nicht angehörig, ist es zweifellos ein
Lichtblick für Christen,
die von der tierfeindlichen, Zwangssteuer eintreibenden Institution
»Amtskirche« die Nase gestrichen
voll haben.
Um es kurz zu machen: Das »Tierbefreiung«-Magazin entwickelt sich
offenbar mehr und mehr zu
einer verbiesterten, pharisäerhaften Dreckschleuder gegen andere
Tierrechtsorganisationen und
Personen, die nicht in ihr politisches Scheuklappen-Weltbild passen.
Verfälschungen durch Weglassungen von Fakten (siehe konkret auch übelst
abgefasster Beitrag
über Dr. Erwin Kessler in gleicher Ausgabe), Mutmaßungen, Andeutungen,
messen mit vielerlei
Maß – alles eingebettet in einen seifig aufbereiteten journalistischen
Rahmen, der Seriosität
suggerieren will, aber nichts anderes darstellt als eine
Pseudo-Dokumentation mit schlimmsten
öffentlichen Beleidigungen und Verleumdung verdienter Persönlichkeiten
im Rundschlagverfahren.
Stellvertretend sei nur der Name des verstorbenen Dr. Bruker aufgeführt,
der sich nicht mehr
zur Wehr setzen kann. Den anderen Personen kann nur empfohlen werden,
sich durch Anzeigen und
Klagen einem solchen »Enthüllungsjournalismus« nach schmieriger
Bildzeitungsmanier zu widersetzen.
Die wirre »Argumentationsführung« lässt schlicht am Verstand des
Verfassers zweifeln.
Ganz offensichtlich habt ihr die Orientierung verloren, wo unsere
Feindbilder sitzen –nämlich
bei den Vivisektoren und Tiernutzern. Im Klartext: Einige der
selbsternannten »Tierrechtler«
innerhalb der »die tierbefreier e.V.« missbrauchen die
Tierrechtsthematik zur Durchsetzung ihrer
politischen linken Ideologie-Phantasien. Das Tierrechtsproblem ist ihnen
nur Mittel zum
Zweck. Zum Schaden der Tiere – und auf dem Rücken vieler ernsthafter,
praxisorientierter Tierrechtler,
die in mutigen Aktionen ihre Haut zu Markte tragen – versuchen sich
wenige Polit-
Neurotiker zu profilieren. Das alles ist nicht mehr peinlich, sondern
armselig, menschlich
schäbig, diese Verleumdung all jener ernsthaft um mehr Tierrechte
bemühter Menschen – es ist
schlicht widerlich. Es gilt sich von rechten, aber gleichermaßen auch
von linken Chaoten, Fanatikern
und Phantasten zu distanzieren. Dazu ist die Tierbefreiung-Redaktion
offenbar nicht
in der Lage; man muss sich mittlerweile schämen dieser »Tierrechtsszene«
anzugehören. Wahrlich
»Gute Nacht Tierrechtsbewegung.
Ulrich Dittmann
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Leserbrief Dr.
Holger Schleip an Tba und voice
Hubertus Mynarek kenne ich von seinen Büchern und auch persönlich u.a.
durch unsere gemeinsame
Zeit bei den GRÜNEN. Ihn als „ziemlich faschistisch angehaucht“
einzuordnen liegt etwa so
daneben, wie wenn man Papst Wojtyla (hat der nicht Fidel Castro
empfangen?) als „ziemlich kommunistisch
angehaucht“ oder George Bush (kämpft der nicht gegen
Massenvernichtungswaffen?) als
„ziemlich pazifistisch angehaucht“ einordnen würde. (...) Das
traditionell in der angelsächsischen
und derzeit auch in der deutschsprachigen Tierrechtsbewegung
vorherrschende aufklärerisch-
emanzipatorische, strikt individualistische Menschenbild (genauer:
Tierbild) besticht
u.a. durch seine geradlinige Logik. Tierrechtler mit anderen
Menschenbildern stellen (...) jedoch
eine wertvolle Bereicherung der Tierrechtsbewegung dar. Gedankenvielfalt
macht soziale
Bewegungen zukunftsfähig, ähnlich wie Artenvielfalt Biotope.
Ideologischer Reinlichkeitsfimmel
wäre der Anfang vom Ende der Tierrechtsbewegung.
Dr. Holger Schleip
Stellungnahme Universelles Leben vom 30.10.2002
Richtigstellung:
Das Universelle Leben und der Schutz von Natur und Tieren
Seit über 25 Jahren klärte die Glaubensgemeinschaft Universelles Leben
darüber auf, dass das
tierverachtende institutionelle Scheinchristentum nichts mit Jesus von
Nazareth gemein hat und
dass kein Mensch das Recht hat, Tiere zu quälen oder zu töten. Diese
hohe urchristliche Ethik
verbreitete das Universelle Leben über Bücher, kostenlose Broschüren und
Radiosendungen schon
lange, bevor in Deutschland von einer größeren "Tierrechtsbewegung"
gesprochen wurde. Weil die
Urchristen den Worten auch Taten folgen ließen, werden sie von den
institutionellen Amtskirchen
durch deren Rufmordabteilungen mit allen Mittel verleumdet und
verunglimpft. Der konsequente
Einsatz für Natur und Tiere ist auch vielen Interessenverbänden ein Dorn
im Auge, für
die der Missbrauch der Umwelt insbesondere der Tiere zum Lebensinhalt
geworden ist. Vereinzelt
gelingt es diesen Interessenvertretern, auch einige so genannte
Tierschützer für ihre Verleumdungskampagne
zu gewinnen. Was sich diese davon versprechen, die Verleumdungen
kirchlicher
Rufmordabteilungen zu verbreiten, kann nur vermutet werden.
Tatsache ist, dass die Urchristen im Universellen Leben vielen ein Dorn
im Auge sind, weil sie
seit Jahren etwas bewegt haben, nicht nur für die Menschen, sondern auch
für die Natur und für
die Tiere. Hier nur einige Beispiele:
Das 1991 erschienene Buch "Du, das Tier - Du, der Mensch, Wer hat höhere
Werte?" hat
den Menschen das Wesen, die Würde und das natürliche ethische Verhalten
der Tiere nahegebracht
und zeigt in einer kosmischen Dimension einen neuen, friedfertigen
Umgang mit den Tieren auf.
Die kostenlose Broschüre "Tiere klagen – der Prophet klagt an!", in der
die Wurzeln der
ungeheuren Tierverachtung in unserer Zeit aufgezeigt werden und in der
die Tiere eine Stimme
erhalten, wurde innerhalb von 2 Jahren in einer Auflage von insgesamt
mehreren Hunderttausend
Stück in 11 verschiedenen Sprachen an interessierte Menschen
weitergegeben. Diese Broschüre
hat einen weltweiten Bewusstseinswandel eingeleitet: Täglich erreichen
uns Briefe und E-mails
aus allen Kontinenten, in denen Leserinnen und Leser berichten, wie sich
durch die Lektüre
dieser Broschüre ihre Einstellung zu den Tieren geändert hat, wie sie
von einem Tag auf den
anderen aufhören Fleisch zu essen und wie sie sich an ihrem Ort aktiv
für die Tiere einsetzen
wollen.
Urchristen im Universellen Leben reden nicht nur von Tierrechten, sie
setzen ihre Überzeugung
in die Praxis um: Urchristliche Landwirte praktizieren den friedfertigen
Landbau ohne
Nutztierhaltung, ohne Chemie und ohne Mist und Gülle. Sie halten keine
Tiere in Gefangenschaft,
sie vergiften nicht die Lebensgrundlage der freilebenden Tiere, sondern
tragen zur Gesundung
deren Lebensraumes bei. In der Landwirtschaft der Urchristen sind Tiere,
die die Felder
besuchen und sich von dort etwas zum Essen holen keine »Schädlinge«,
sondern sie gehören
dazu. Wenn geerntet wird, lassen die Landwirte immer einen Teil der
Ernte für die Tiere auf
dem Feld stehen. So sieht bei den Urchristen Tierschutz in der Praxis
aus.
In den Läden und an den Marktständen, die von Urchristen geführt werden,
gibt es ausschließlich
vegetarische Produkte. Tausende von Kunden lernen hier die schmackhaften
Alternativen
aus eigener Produktion kennen und nehmen nach und nach vom Fleischgenuss
Abstand. Die
Verkaufsstellen von Urchristen helfen so, Tiertötung zu verhindern. So
sieht bei den Urchristen
Tierschutz in der Praxis aus.
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Stellungnahme Verlag Das Brennglas, Julia Brunke
Im Frühjahr 2002 bestand eine gute Zusammenarbeit zwischen VOIVE und dem
Verlag Das Brennglas.
Mit Hilfe von Andreas Hochhaus entstand die Zeitung „Sodomie – Die
Geilheit der Menschen und
das Leid der Tiere“ und er gab in der Planungsphase der Zeitschrift
„Freiheit für Tiere“ wertvolle
Tipps für Abos und Förderabos (zur Unterstützung der Verbreitung der
Zeitschrift). Für
diesen Tipp ist der Verlag Andreas Hochhaus übrigens sehr dankbar, denn
inzwischen tragen alleine
die Förderabos den Druck der Zeitschrift (Auflage 20.000).
Andreas Hochhaus wusste durchaus, dass German Murer (Verlag Das
Brennglas) und ich (Redaktion
„Freiheit für Tiere“) sich dem Universellen Leben zugehörig fühlen und
in urchristlichen Betrieben
arbeiten, denn wir beide machten kein Geheimnis darum. Er wusste
weiterhin, dass der
Verlag Das Brennglas kein Verlag des Universellen Lebens ist (denn im
Universellen Leben gibt
es den Verlag „Das Wort“, der selbst Tierschutzbroschüren – „Der Prophet
15/16“ sowie „Das
tierfreundliche Kochbuch“ - herausgibt), sondern eine private und
ehrenamtliche Aktion nach
Feierabend. Die Broschüren des Verlags „Das Brennglas“ werden nicht auf
Info-Tischen des Universellen
Lebens ausgelegt (denn dort werden kostenlos die beiden
Tierschutzbroschüren „Der
Prophet 15: Tiere klagen – der Prophet klagt an“ sowie „Der Prophet 16:
Das Leid der Tiere ist
der Tod des Menschen“ angeboten). Der Verlag „Das Brennglas“ hat auch
niemals einen Cent oder
einen Euro vom Universellen Leben erhalten. Dies alles wusste Andreas
Hochhaus.
Woher des plötzliche Sinneswandel von Andreas Hochhaus kam, ist mir ein
Rätsel. Angeblich soll
er bei Sektenpfarrer Fragner gewesen sein, von dem er wahrscheinlich
auch sehr viele „Material“
erhalten hat. Im August 2002 fanden noch ein oder zwei Telefonate
zwischen German Murer
und Andreas Hochhaus statt, in denen German Murer so hahnebüchene
Aussagen wie „In den Betrieben
des Universellen Lebens werden die Leute ausgebeutet und arbeiten für
einen Hungerlohn“ –
Falschaussagen, wie sie gerne von kirchlichen Sektenbeauftragten seit
über 15 Jahren verbreitet
werden - richtig stellen konnte.
Nach dem Erscheinen des VOICE-Artikels war kein vernünftiger Kontakt mit
Andreas Hochhaus möglich,
seine e-mails erscheinen regelrecht hasserfüllt. Er war noch nicht
einmal bereit, dem
Verlag „Das Brennglas“ das bestellte Exemplar des VOICE-Heftes zu
schicken.
Seit etwa 25 Jahren ruft das Universelle Leben dazu auf, keine Tiere
mehr zu essen. Im Unterschied
zu einigen fanatischen Veganern, welche alle Vegetarier mit Aussprüchen
wie „Vegetarier
sind Mörder!“ angreifen und den Veganismus damit in ein denkbar
schlechtes Licht stellen, ist
doch der Weg vom Fleischesser zum Vegetarier und schließlich zum Veganer
eine schrittweise
Entwicklung, die wahrscheinlich die meisten Menschen, die sich heute als
vegan lebend bezeichnend,
hinter sich haben. Für denjenigen, der sich gerade entschieden hat, vom
Fleischesser zum
Vegetarier zu werden, ist der Verzehr von Käse und anderen
Milchprodukten eine Hilfe, vom
Fleisch loszukommen. Daher wird im Einkaufsland „Alles für Alle“ beides
angeboten: Vegetarische
und rein vegane Produkte. Dabei sind die Lebensmittel aus eigenem Anbau
und eigener Produktion
vegan – denn seit Beginn der Höfe von „Gut zum Leben“ Mitte der
achtziger Jahre wird
bewusst auf Nutztierhaltung verzichtet. In der Speisekarte des
Restaurants finden sich vegetarische
und vegane Gerichte, nach dem Motto „Vegetarisch – auf dem Weg zur
veganen Ernährung“.
Im Schuhladen finden sich sowohl konventionelle Lederschuhe, wie auch
eine eigene Produktlinie
mit veganen Schuhen („CosmoViva“) – das heißt, jeder Kunde hat die Wahl.
Die Umstellung zur
veganen Lebensweise geht also schrittweise und sollte die Entscheidung
jedes einzelnen sein.
Das Geschäft „Das Karussell“ ist ein Second Hand-Geschäft. Das bedeutet,
wenn hier mal ein Ledermöbel
verkauft wird, so handelt es sich nicht um neue Ledermöbel, sondern
„gebrauchte“ –
und dafür muss keine Tier „neu“ sterben. Das ist doch naheliegend und
logisch: Der Tierfreund,
der bislang in seinem Wohnzimmer eine Ledercouch hatte und diese aus
Tierschutzgründen nicht
mehr behalten möchte, kann sich durch den Verkauf seines alten Möbels
eine neue Stoff-Couch
leisten...
Das Universelle Leben missioniert nicht, es gibt keine Mitgliedschaft,
keine Kirchensteuer,
jeder kann frei kommen und wieder gehen – und es wird im Unterschied zu
den Kirchen auch keine
ewige Höllenqual angedroht, wenn man einen anderen Glauben hat...
Und so wird und wurde selbstverständlich auch nicht der Versuch
unternommen, Tierrechtler auf
irgendeine Weise zu missionieren.
Welche Motivation haben die Autoren des Artikels, wenn sie ihre
Informationen von kirchlichen
Sektenbeauftragen holen (die „Quellen“ Pfarrer Fragner, Sektenpfarrer
Behnk, Sektenpfarrer
Gandow usw. werden ja immer wieder zitiert), deren Institution in den
Holocaust bekanntermaßen
verwickelt war und Hitler erst salonfähig machte (das ist in jedem
Schulbuch zu lesen: Konkordat
zwischen Hitler und dem Vatikan, Predigten evangelischer und
katholischer Geistlicher für
Führer, NS-Staat und für den Krieg)? Wird die Faschismus-Keule der
Kirche gegenüber religiösen
Minderheiten einfach nur völlig blauäugig übernommen?
Andreas Hochhaus und Tierbefreier als Handlanger kirchlicher
Sektenbeauftragter? VOICE-Magazin
und Tierbefreiung aktuell als Ableger des „Evangelischen
Sonntagsblattes“?
Bezeichnend ist, dass Pfarrer Fragner die Pressemeldungen von VOICE
immer sehr gerne übernimmt
und sofort über Rundmail weiterverbreitet. Und auch Sektenpfarrer Gandow
aus Berlin wurden vor
dem Internationalen Symposium „Natur ohne Jagd“ im August 2002 „aus
Tierschutzkreisen“ „interne
Planungsunterlagen“ zugespielt (es wurden aus einem internen
Internet-Netzwerk einiger
Jagdgegner, in dem auch Andreas Hochhaus (VOICE) und Rudolf Steffen von
den Tierbefreiern dabei
waren, ein e-mail aus der Anfangsphase der gemeinsamen Planung des
Symposiums an Pfarrer
Gandow weitergegeben, das dann in einer Pressemeldung des Sektenpfarrers
auftauchte – und dies
obwohl sich die Jagdgegner dem Ehrenkodex verschrieben hatten, dass aus
dem Jagdgegner-
Netzwerk keine Informationen nach außen gegeben werden).
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Prof. Dr. Klaus Meurer schickte den Redaktionen von VOICE
und Tierbefreiung aktuell folgenden
Brief, den er bereits am 01.10.1996 an den Staatsminister
Günther Beckstein des Bayerischen
Staatsministerium des Inneren zugesandt hatte:
„Sehr geehrter Herr Staatsminister,
wie ich höre, ist Herr Behnk an Sie herangetreten mit dem Ansinnen, die
private Volksschule
des Universellen Lebens schließen zu lassen. Als neuerliches Argument
für sein Begehren nennt
er antisemitische Tendenzen im Universellen Leben, wobei er sich auf ein
angebliches Zitat aus
einer Diskussion im Anschluss an einen Vortrag von mir beruft.
Dieser Vortrag fand im Jahre 1988 in Würzburg im Hotel Maritim statt.
Das Thema lautete: Psychologie,
Parapsychologie und Mystik. Da ein Mitschnitt seinerzeit nicht gemacht
wurde, erinnere
ich mich an den genauen Verlauf nicht mehr. Eines jedoch weiß ich
sicher: Ich habe das,
was mir unterstellt wird, nicht gesagt, weil es meiner Auffassung nicht
entspricht. Und ich
werde solches auch niemals behaupten. Es geht um das Thema: Gesetz von
Ursache und Wirkung (in
östlichen Weisheitslehren Karma-Gesetz genannt) und das Gesetz der
Reinkarnation. An dieses
Gesetz muss niemand glauben. Es genügt, ernsthaft das Gebot der Gottes-
und Nächstenliebe –
die die Feindesliebe einschließt – in seinem Leben in die Tat
umzusetzen.
Für mich persönlich sind Reinkarnation und Karma das beste
Deutungsmuster meiner Existenz. Sie
erklären mir mit innerer Logik die Frage nach den Ursachen von
menschlichem Schicksal. Dabei
ist es nicht leicht, dieses Gesetz für sich selbst anzunehmen, bedeutet
es doch, dass ich für
alles, was mir widerfährt, selbst verantwortlich bin. Dieses Gesetz
sollten wir nur auf uns
selbst anwenden und auf niemanden sonst. Für die Beziehung zu meinen
Mitmenschen gilt das Gebot:
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, und nicht: Was mag er wohl für
ein Karma haben?
Gegner von Reinkarnation und Karma bringen als Argument oftmals den Fall
eines krank oder
blind geborenen Kindes oder Massenverbrechen, in denen viele Menschen zu
Tode kamen. In
Deutschland wird dabei auch an die Verbrechen gegen die Juden erinnert.
Wer an das Gesetz von
Ursache und Wirkung glaubt, findet sich plötzlich mit dem Vorwurf
konfrontiert, er rechtfertige
im Nachhinein die Verbrechen und exkulpiere die Täter, weil sie nur
Erfüllungsgehilfen des
Schicksals seien.
Dieser Vorwurf ist absurd. Durch das Karmagesetz wird niemand
exkulpiert. Wer tötet, muss nach
dem Gesetz von Saat und Ernte gewärtigen, der er selber ähnliches
erleidet, es sei denn, er
kehrt um, bereut und bereinigt seine Tat und er findet Vergebung.
Deshalb heißt es im Alten Testament: „Die Rache ist mein, spricht der
Herr“. Setzt man an die
Stelle des anthromorphen Ausdrucks „Rache“ das Wort „Ausgleich“, dann
wird deutlicher, worum
es geht. Unsere Aufgabe ist es, dem, der in Not gerät, beizustehen und
zu helfen, wie es uns
im Gleichnis vom barmherzigen Samariter geboten wird. Und was die Seele
dessen, der in Not geriet,
an Belastung trägt, geht nur Gott und Sein Kind etwas an.
Anders in Würzburg. Da gibt es z.B. eine „Bürgerinitiative zur
Bekämpfung der Aktivitäten des
Heimholungswerkes Jesu Christi“. Da die Urchristen im Universellen Leben
unbescholtene Bürger
sind, die lediglich nach ihrem Glauben leben wollen, greift man im Kampf
gegen sie zu Veränderungen,
Entstellungen und Verleumdungen ihrer Lehre und ihrer Aussagen.
So geschah es bereits in meinem Vortrag über Reinkarnation im Jahre
1986, in dem mir die Frage
nach der Karmaschuld der Juden gestellt wurde – wie sich später
herausstellte, von zwei Spitzeln
des katholischen Sektenbeauftragten des Grafen Magnis. Obwohl ich sie so
beantwortete,
wie oben dargelegt, wurde sie entstellt wiedergegeben, um mich als
Antisemit erscheinen zu
lassen. Dieser Vorgang scheint auch der neuerlichen Diffamierung meiner
Person und des Universellen
Lebens zugrunde zu liegen. Eine andere Erklärung habe ich nicht, es sei
denn die folgende:
Da mein Fach die Psychologie ist, möchte ich noch eine Bemerkung
anfügen. Mir scheint,
dass er sich bei dem Antisemitismus-Vorwurf von Herrn Behnk schlicht um
eine Projektion handelt.
Der Gründer der evangelischen Glaubenslehre, Martin Luther, hat
bekanntlich eine eigene
Hetzschrift gegen die Juden verfasst mit dem Titel „Von den Juden und
ihren Lügen“ (1543).
darin heißt es u.a.:
„Erstlich, dass man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke und
was nicht brennen will
mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch ein Stein oder
Schlacken davon sehe ewiglich.
Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren,
damit Gott sehe,
dass wir Christen seien...“
„Zum vierten, dass ihnen verboten werde, den Namen Gottes vor unseren
Ohren zu nennen... Wer
es vom Juden hört, dass er´s der Obrigkeit anzeige oder mit Saudreck auf
ihn werfe, sofern er
ihn sieht und von sich jage. Und sei hierin niemand barmherzig und
gütig...“
„Zum fünften, dass man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar
aufhebe... Sie sollen daheim
bleiben... Werdet ihr Fürsten und Herrn solchen Wucherern nicht die
Strafe legen ordentlicherweise,
so möchte sich etwa eine Reiterei sammeln wieder sie...“
„Darum, wo du einen rechten Juden siehst, magst du mit gutem Gewissen
ein Kreuz für dich
schlagen und frei und sicher sprechen: Da geht ein leibhaftiger Teufel.“
Meines Wissens hat sich die EKD von dieser Schmähschrift Luthers gegen
die Juden bis heute
nicht distanziert. Noch eine Schlussbemerkung: ich habe im Rahmen meiner
beruflichen Tätigkeit
regelmäßig mit Patienten aus Israel zu tun und hatte deshalb mit vielen
israelischen Staatsbürgern
persönlichen Kontakt. Von daher empfinde ich den Vorwurf des
Antisemitismus als besonders
niederträchtig.
Mit freundlichem Gruß,
Prof. Dr. Klaus Meurer
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Leserbrief von Prof. Dr. Hubertus Mynarek an VOICE und
Tierbefreiung aktuell
»Was seid Ihr nur für Tierbefreier, wenn Ihr nicht die minimalsten
Menschenrechte, ja nicht
einmal den geringsten Anstand einem Menschen gegenüber wahrt? Seit über
15 Jahren verbreitet
ein psychisch schwerkranker Monoman über sein Ein-Mann-Institut, das er
pompös „biff, Berliner
Institut für Faschismusforschung“ nennt, stereotyp ermüdend immer
dieselben Thesen über meinen
vermeintlichen Faschismus und Antisemitismus, ohne den geringsten Beweis
dafür anzutreten, und
Ihr übernehmt gedanken-, skrupel- und beweislos seine Thesen. Wie würdet
Ihr Euch wohl fühlen,
wenn man ähnlich haltlose Diffamierungen ohne Ende über Euch ausstreute
und Euch selbst dazu
nicht anhörte? Nicht einmal die Mühe habt Ihr Euch gemacht, auch nur in
das betreffende Buch
von mir: „Ökologische Religion. Ein neues Verständnis der Natur“
hineinzusehen. Weder wörtlich
noch sinngemäß kommt darin ein Langard, Langbehn, Hauer oder Hunke noch
eine „organischbiologistische“
Weltsicht noch irgendein Faschismus, Antisemitismus, Antidemokratismus,
geschweige
denn eine Vernichtung von Menschen, Tieren oder Pflanzen vor. Das von
Euch gegen mich
verwendete Zitat: „Das schlimmste KZ bereiten wir den Tieren“ stammt
übrigens nicht von mir,
sondern vom jüdischen Ethiker Peter Singer. Schon in den 90er Jahren
haben prominente Wissenschaftler,
Tierschützer und Theologen, darunter die jüdischen Professoren Ossip K.
Flechtheim
und Werner Peiser die Antisemitismus- und Faschismusvorwürfe gegen mich
entschieden zurückgewiesen.
Doch gegen Psychopathen helfen bekanntlich keinerlei Argumente. Der
Verleumder mit
seinem „biff“ wird in seriösen Kreisen übrigens nur noch belächelt, da
er jeden, der ihm widerspricht,
zum Faschisten deklariert, u.a. die angesehene katholische Zeitschrift
„Publik Forum“,
als sie seine Mitarbeit ablehnte. Aber selbst einem Albert Einstein und
Heinrich Heine
unterstellt er faschistoide Gedankengänge.
Wenn Ihr mir gegenüber mit derartigen Verleumdungsmethoden arbeitet,
dann muss ich Euch das
mir zugedachte „Kompliment“ zurückgeben. Dann seid Ihr nicht bloß
„ziemlich faschistisch“ angehaucht,
wie Ihr mir attestiert, dann seid Ihr die reinsten Faschisten und
Rufmörder. Leider
fürchte ich, dass Ihr „Demokraten“, die mir Antidemokratismus vorwerfen,
nicht so viel Ehrlichkeit
und Rückgrat haben werdet, um meinen Leserbrief zu publizieren. Müsst
Ihr denn mit so
viel Hass und Fanatismus arbeiten, können nicht alle ehrlichen
Tierverteidiger an einem Strang
ziehen oder einfach nur die simpelsten Regeln der Mitmenschlichkeit und
Mitkreatürlichkeit
einhalten?
Prof. Dr. Hubertus Mynarek
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Leserbrief Silke Dziallas an Tba und voice
„Sehr geehrte Damen und Herren von der Redaktion,
es ist traurig, dass in Deutschland die alte Tradition des Rufmords noch
immer so leidenschaftlich
gepflegt wird, wie zu Zeiten von Goebbels oder Schnitzler. Es gibt heute
offenbar
noch immer Leute, die bereit sind, ihre Mitbürger auf ähnlichem Niveau
zu verunglimpfen.
Besonders bedauerlich ist es, wenn dies von Menschen praktiziert wird,
die vorgeben, sich für
die schutzlosen und geschundenen Tiere einzusetzen, und wenn sie dabei
die Schmähungen von Jäger-
und Kirchenlobby bereitwillig übernehmen.
Laut Karl-Heinz Deschner gibt es »in Antike, Mittelalter und Neuzeit
keine Organisation der
Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit
Verbrechen belastet ist«,
wie die Kirche. Und über die lebensverachtende Psyche und die
quälerischen Tötungspraktiken
der Jägerschaft wissen Sie selbst Bescheid. Wer sich also auf die Seite
von Kirchen und Jägern
stellt, muss sich fragen lassen, welch Geistes Kind er selbst ist.
Silke Dziallas“
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Leserbrief von Hans Schwinger an VOICE:
Wenn Ihre Zeitschrift und die dahinter stehende Organisation es mit
dem Thema „Tierschutz“ wirklich
ernst meinten, dann müsste man doch über die Unterstützung einer
derartig überzeugten und gut argumentierenden
Organisation froh sein.
Dass Sie es nicht sind und ganz im Gegenteil diese Organisation als
faschistoide Sekte bezeichnen,
schadet doch dem Tierschutzgedanken sehr.
Wo und wie haben Sie je Themen aufgegriffen wie das Schächten der Juden
und Moslems, das fröhliche
Morden der Jäger oder die Feststellung, dass Tiere genauso eine Seele
haben wie der Mensch?
Vom UL kamen dazu klare Aussagen und Handlungen, die auch in der
Öffentlichkeit beachtet wurden.
Oder stehen Sie vielleicht doch auf der anderen Seite und werden von den
christlichen und jüdischen
Großsekten und den Jägern bezahlt, Organisationen, die mit dem
Tierschutz nun in der Tat nichts zu
tun haben?"
Hans Schwinger, Schweinfurt
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Brief von Peter Beck, Schweiz, an Andreas Hochhaus:
Hallo Andreas
Selbst wenn ich davon ausgehe, dass Dein UL-Bericht nur auf Tatsachen
beruht, hat er für mich leider kaum neue und schon gar keine relevanten
Erkenntnisse gebracht, die es rechtfertigen würden, sich speziell von UL
zu distanzieren und dies nicht im gleichen Atemzug auch gegenüber allen
anderen grossen Religionen in mindestens derselben Deutlichkeit zu tun.
Im gesamten, vermeintlich rein sachlichen Bericht gibt es wohl kaum
etwas, das nicht auch auf die renomierten Religionen zutreffen würde,
vieles sogar noch in erheblich grösserem Masse. Mir sind andere
religiöse Schriften bekannt, die an Rassismus kaum zu überbieten sind.
Warum also gerade UL in diesem Ausmass kritisiert wird, obwohl sie sich
im Vergleich zu allen anderen grossen Religionen eindeutig für
Tierrechte aussprechen und dies auch immer konsequenter praktizieren
(das muss nicht zwangsläufig bedingen, dass ALLE UL-Anhänger und -Macher
Tierrechte auch konsequent leben), wird wohl für immer das Geheimnis
einiger Kritiker bleiben. Ich würde mich übrigens auch nicht von Nestle
distanzieren, wenn sie ihr gesamtes Sortiment auf vegan umstellen
würden, die Manager aber weiter Fleisch fressen.
Ich werde mir jetzt nicht die Mühe machen, meine Position weiter
detailiert zu begründen, da ich die Zeit dafür sinnvoller einsetzen
kann. Ich möchte Dir nur noch mitteilen, dass ich auf die VOICE in
Zukunft verzichte, da Du Dich meiner Meinung nach in den letzten
Ausgaben zu sehr mit Kritik innerhalb der eigenen Reihen beschäftigt
hast (über die Kritik an PeTA habe ich mich ja bereits geäussert)
anstatt die Zeit für Recherchen und Kritik gegen wirkliche Tierausbeuter
einzusetzen. Ganz im Gegenteil darf sich dann sogar ein Thomas D. in der
VOICE zu seinem Eierkonsum bekennen um sich später von UL zu
distanzieren. Und Kaplan wird für ein ähnliches Geständnis an den
Pranger gestellt. Wirklich toll!
Vegane Grüsse
Peter Beck, Schweiz
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Brief von Peter Beck an Tierbefreiung aktuell
Hallo Tierbefreier
Hiermit möchte ich mein langjähriges Abo kündigen.
Eigentlich war ich nach dem Editorial von Markus Schaak (Heft 38, 2002)
erfreut darüber, dass ihr Euch künftig wieder ausschliesslich gegen
Tierausbeuter einsetzen wollt. Daher hatte ich dann auch Verständnis
dafür, dass ihr in der neusten Ausgabe weder Gegendarstellungen von
Mitgliedern des UL sowie von Kurt Eicher noch Leserbriefe zum Artikel
gegen UL in der letzten Ausgabe veröffentlicht habt, um das Thema ein
für allemal abzuschliessen. So dachte ich zumindest. Nichtsdestotrotz
musste ich dann aber auf den Seiten 25 + 40 erneut Aufrufe gegen UL
lesen. Das ist einfach nur unfair.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Ich bin Atheist und habe
auch nicht vor, mich irgendeiner religiösen Gruppierung anzuschliessen,
auch UL nicht. Dazu wird schliesslich auch niemand gezwungen. Aber wenn
sich schon einmal eine religiöse Gemeinschaft ausdrücklich und ganz
konkret für Tierrechte und vor allem für die vegane Ernährung einsetzt
(aus welchen Gründen auch immer) dann wehre ich mich dagegen, solche
Organisationen zu bekämpfen. Ich bin auch gegen die Prozesse von UL
gegen die VOICE aber genauso bin ich gegen den polemisierenden Artikel
von Andreas Hochhaus für den Ihr in der neusten Ausgabe schon wieder
Werbung macht. Und dies, wie gesagt, ohne der Gegenseite die Möglichkeit
der Gegendarstellung zu geben. Einen so unfairen Journalismus kann ich
nicht mehr unterstützen.
Vegane Grüsse
Peter Beck
Schweiz
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Aufgrund der Pressemitteilungen von Sektenpfarrer Gandow,
Berlin zum Internationalen Symposium
„Natur ohne Jagd“ sowie den bundesweiten Anti-Jagd-Demos in Berlin
schrieben ihm engagierte Tierschützer
– jedoch ohne eine Antwort zu erhalten.
Hier stellvertretend der Brief von Dr. Eberhart Schneider
Sehr geehrter Herr Gandow,
leider habe ich Sie unter den Tagungsteilnehmern der von Ihnen in
unübertrefflicher Weise angegriffenen
Veranstaltung am Freitag in der TU Berlin nicht ausmachen können. Ich
hätte gern
erkundet, was sich denn hinter den von Ihnen in die Welt
gesetzten Verlautbarungen verbirgt. Mit Blick auf den Beitrag in der
Frankfurter Rundschau vom
03.08.02, S. 7 haben Sie aber wohl einen "Rohrkrepierer" zu verzeichnen.
Mir liegt auch eine Information vor, dass Sie auf eine Anfrage mit der
Bitte um Darlegung Ihrer
persönlichen Position zur Jagd, ob Sie selbst vielleicht Jäger sind und
ob Sie sich bei
der Tagung sachkundig informieren würden, nicht geantwortet haben. Warum
nicht, wenn es nichts
zu verbergen gibt?
Ansonsten kann ich Ihnen berichten, dass weder bei der Freitags-Tagung
noch der Samstags-Demo
ich irgendeine persönliche Erfahrung gemacht habe, die mich veranlassen
würde, auch nur andeutungsweise
die Richtigkeit Ihrer Behauptung wegen der Einflussnahme irgendeiner
"Glaubensgemeinschaft"
zu erkennen. Ich muss nach der eigenen Erfahrung deshalb Ihre
Darstellung als
nicht zutreffend erachten.
Da ich meinerseits das Treiben jener "Gottesmänner" missbillige, die da
alljährlich die Gotteshäuser
für "Hubertusmessen" - die Verherrlichung der puren Lust am Töten
- denn der besagte Hubertus hat sich ja von der Jagd abgewendet!!!
- m. E. missbrauchen, ebenso m. E. die eigene Dienstzeit für eine
gezielte Fehlinformation der
sogen. Gläubigen "Ihrer" Glaubensgemeinschaft missbrauchen, ist für mich
diese Glaubengemeinschaft,
die sich da nicht zuletzt in Ihrer Person und jüngsten Aktion anmaßt, in
erschreckender
Weise Intoleranz gegenüber dem Andersdenkenden zu praktizieren,
GESTORBEN!
Nach einstimmigem Beschluss meiner Familie vom 03.08.02 werden wir die
"evangelische Kirche"
verlassen. Wir benötigen eine solche Glaubensgemeinschaft nicht. - Meine
Steuern werden nicht
mehr dazu verwendet werden, Ihr m. E. eher hinterlistiges Treiben zu
finanzieren.
Weidmannsheil!
Dr. Eberhard Schneider
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Renate Hartwig, die in ihrem Buch „Die
Schattenspieler“ (direct-Verlag,
2002) bereits mehrere Seiten dem Hintergrund von Thomas Gandow widmete,
schrieb in der Zeitschrift direct report Nr. 3-4-5 zu den „Warnungen“
des
Sektenpfarrers anlässlich des Internationalen Symposiums „Natur ohne
Jagd“:
„Umso mehr Warnungen ein Sektenbeauftragter ausspricht, umso wichtiger
wird seine Position. Er
festigt seinen Job. Doch Hand aufs Herz, wer fragt eigentlich nach den
Hintergründen, wenn er
in der Zeitung liest: „Sektenexperte warnt vor dubiosen Tierschützern?“
Keiner der unvoreingenommenen
Zeitungsleser achtet auf die Wörter „offenbar“, „soll“ oder „glaubt“!
Drei wichtige Wörter, an Hand derer man natürlich erkennen kann, wie
solche Art von „Warnungen“
zu bewerten sind.
Als erstes liest man:
„Berlin – eine gefährliche Sekte agiert in Berlin unter dem Deckmantel
des Tierschutzes. Thomas
Gandow, Sektenbeauftragter der Evangelischen Kirche, warnt daher vor der
„Initiative zur
Abschaffung der Jagd“, die einmal monatlich in Berlin demonstriert...“
Ja, wer liest das
schon, das Wort „offenbar“, wenn es im Zusammenhang im Satz einhergeht:
„Offenbar agiert die
Gruppe jetzt auch in Berlin...“
Dass an der TU Berlin ein Symposium organisiert wurde, bei dem u.a. ein
Redner Rechtsanwalt
beim Universellen Leben ist, langt als Beweis, dass die Tierschützer
„unterwandert“ sind.
Die subtilen Äußerungen eines Gandow sind inzwischen Journalisten
geläufig, aber für einen Artikel,
für den es Zeilengeld zu verdienen gibt, immer noch brauchbar.
Auch wenn dort steht: „... Gandow glaubt, die Sekte über die
Tierschutz-Initiative versuche,
neue Mitglieder zu gewinnen.“
Die Beweise bleibt Gandow schuldig, denn er „glaubt“ ja nur, dass es so
ist.
Auf Anfrage bestätigte der Sprecher der Tierschutz-Initiative, Kurt
Eicher, gegenüber der Berliner
Zeitung, „dass es richtig ist, dass einzelne Mitglieder des
„Universellen Lebens“ sich
im Tierschutz engagieren. Er halte dies aber nicht für kritisch, zumal
es keine direkte Verbindung
zwischen der Tierschutz-Organisation und dem Universellen Leben gebe.“
Auch, was diese Organisation angeht, zeigt sich parallel die Tendenz zu
offiziellen Boykott-
Aufrufen von Sektengegnern bis hin zu „Warnungen vor einer gefährlichen
Sekte“ und einer
rechtlichen Auseinandersetzung durch Formulierungen wie „offenbar“,
„glaubt“ und „soll“.
Ein Heer von Wichtigtuern aus dieser Szene der Sektengegner übernimmt
die Warnungen und schon
kommt eine Gruppe, die das legitimierte Demonstrationsrecht für sich in
Anspruch nimmt, in dem
Fall Tierschützer, in der Geruch von Sektierern, Sekte und gefährlich.
„Weltanschauungs-Jagd auf Menschen“ nennt es Christian Sailer,
Rechtsanwalt, der sich als Natur-
und Umweltschützer engagiert und u.a. als Beirat des „Bundes für
Naturschutz“ in Bayern
aktiv ist.
Er versichert ebenfalls, dass zwischen der Tierschutz-Initiative, bei
der er als Tierschützer
am 2. August 2002 bei einem Symposium bei der TU Berlin ein Referat über
„Tiershcutz im Grundgesetz“
halten sollte und dieses auf Grund der Gandow-Aktion absagte, um den
Tierschützern
nicht zu schaden und dem Universellen Leben, das er als Anwalt vertritt,
keine Berührung gebe.
Die Auswirkungen der sogenannten „Aufklärung“ des sektenbeauftragten
Gandow waren auch in
diesem Fall Misstrauen, Verwirrung, gegenseitige Schuldzuweisung, Angst
vor Image-Schaden. Wer
wundert sich noch über Probleme, die wir durch diese Art „Aufklärung“
bekommen?
Wenn die Auseinandersetzung so weit geht, dass im Internet Fotos
veröffentlicht werden, auf
denen die Köpfe gewisser Personen eingekreist sind, die angeblich
Sektierer seien, dann ist
doch ein STOP mehr als überfällig!
Fakten zu Gandows „Warnungen“
Eine über zwei Jahre andauernde Recherche, inwieweit die Angst vor
Sekten real vorhanden und
berechtigt oder gezielt lanciert, zur Existenzsicherung von Planstellen,
wurde, zeigt erschreckende
Fakten.
Gerade in Wirtschaftskreisen ist das Thema „Mein Mitarbeiter ist in
einer Sekte“ oder „Mein
Geschäftspartner ist ein Sektierer“ zu einem Themenkomplex angewachsen,
der in keinster Weise
den realen Einflussnahmen entspricht.
Immerhin hat die Enquete-Kommission zum Thema „Sekten und Psychogruppen“
in eindeutiger Weise
dargelegt, dass von Sekten und Psychogruppen in der Gesellschaft keine
Gefahr ausgehe.
Der Auftrag eines Sektenbeauftragten kann nicht das Ausleben seiner
eigenen politischen Ansichten,
das Ausgrenzen von ihm stigmatisierter Personen, Boykott-Aufrufe
gegenüber Firmen,
die sich auf Grund der bestehenden Rechtsgrundlage korrekt verhalten
oder gezielt lancierte
Kampagnen, die den Ruf Einzelner und Firmen schädigen, sein.
gerade in diesem Zusammenhang ist klar, dass der Personenkreis, der mit
öffentlichen Steuermitteln
finanziert wird und dem kirchlichen Sektenbeuaftragten, der ebenfalls
mit Steuergeldern
von Kirchenmitgliedern bezahlt wird, sich nicht an gezielten
Diskriminierungen beteiligen
darf, genauso wenig wie eben jeder andere Bürger. (...)
Wehrhafte Demokratie kann nie und nimmer schweigen, dulden und Vorgänge
akzeptieren, die fernab
von Demokratie und Rechtsstaat sind.
Wenn Mitarbeiter in einem Betrieb gezielt gemobbt werden, um sie mürbe
zu machen, damit sie
selbst kündigen. Als Hintergrund das gerücht: Die Person gehöre „einer
Sekte“ an, dann sind es
eben keine Einzelfälle mehr, die in unserem Land passieren, sondern es
wurde bereits flächendeckend
zur Gewohnheit.
Das Wort „Sekte“ ist längst zum Instrumentarium der Ausgrenzung, des
Boykotts und der Existenzvernichtung
geworden.
Gerade dieser Umstand zeigt doch schon, wie weit weg sich diese Art von
Aufklärung von Demokratie
und Rechtsstaat in unserem Land entwickelt hat.
Das Fallbeispiel des Sektenbeauftragten Gandow ist hier exemplarisch für
eine Gruppierung, die
sich „Sektenbeauftragte“ nennt und ihr Bestreben „Existenzsicherung um
jeden Preis“ als „Berufsethos“
betrachten.
Bis zum Sommer 2002 war es doch noch unvorstellbar, dass jemand, der
sich im Vogelschutz-
Komitee oder im Tierschutz engagierte, Bedenken haben musste, seinen Job
zu verlieren.
Ab der Propaganda-Aktion des Sektenbeauftragten Gandow und seinen
dubiosen Warnungen hat sich
das geändert.
Personen, die sich privat für Tierschutz engagieren, werden teilweise
als „Sektierer, die den
Arbeitsfrieden stören“ oder „Tierschützer einer unterwanderten
Gruppierung“ behandelt....
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Pressemitteilung von Christian Sailer vom 30.Juli 2002
Kirchliche Jagd auf Jagdgegner
Am 2./3. August 2002 veranstaltet die „Initiative zur Abschaffung der
Jagd“ in
Berlin ein Symposium „Natur ohne Jagd“. Fachleute aus dem In- und
Ausland sind
dazu eingeladen. Unter anderem der Marktheidenfelder Rechtsanwalt Dr.
Christian
Sailer, der auf der Tagung ein Referat zum Thema „Tierschutz im
Grundgesetz“ halten
sollte.
Wie Sailer heute mitteilte, wird es dazu nicht kommen. Als Grund nennt
der Anwalt:
„Seit einigen Tagen torpedieren Kirchenfunktionäre, deren
Jägerfreundlichkeit ja
bekannt ist („Hubertus-Messen“) das Symposium wegen meiner Teilnahme mit
einer
giftigen Schrotladung: Ich sei auch als Pressesprecher der
Glaubensgemeinschaft
Universelles Leben tätig; also gehe es gar nicht um Tierschutz, sondern
um die
Interessen dieser Gemeinschaft, die man ablehnen müsse.
Offensichtlich ist es der Jägerlobby gelungen, die kirchlichen Ideologen
vom
Dienst für ihre Zwecke einzuspannen, wobei zwei Dinge geflissentlich
ignoriert
werden: Die „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ wird von Tierschützern
unterschiedlichster
Weltanschauungen unterstützt; und soweit darunter auch Anhänger
des Universellen Lebens sind, handelt es sich hierbei um eine
Gemeinschaft, die
von Behörden und Gerichten längst als gesetzestreue
Religionsgemeinschaft im Sinne
der Verfassung anerkannt ist.
Gleichwohl hindert das weltanschauliche Fanatiker nicht daran, das
Berliner Treffen
von Tierschützern madig zu machen, weil dort ein Jurist auftreten
wollte, der
sich den Urchristen im Universellen leben verbunden fühlt.“
Dies veranlasste den Anwalt nunmehr, seine Teilnahme abzusagen. Sailer
kommentiert
diese Absage mit den Worten: „Ich bin seit Jahrzehnten im Natur- und
Tierschutz
tätig – 12 Jahre im Landesbeirat des Bundes Naturschutz in Bayern, in
Prozessen
gegen den Rhein-Main-Donaukanal, den Großflughafen München, die
Wiederaufbereitungsanlage
Wackersdorf und in vielen anderen verfahren. Damals hat mich
niemand nach meinem Gebetbuch gefragt, sondern jeder mein Engagement
begrüßt,
auch jüngst, als ich als Hauptankläger vor dem Internationalen
Gerichtshof für
Tierrechte in Genf auftrat. Jetzt wird dieses Engagement plötzlich
verdächtigt,
bloß weil ich mich einer Religionsgemeinschaft verbunden fühle, die von
Kirchenfunktionären
verleumdet wird. Ich bin nicht bereit, in diesem unanständigen
Zusammenspiel
von Grünröcken und Schwarzröcken als Vehikel zur Diskriminierung des
seriösen Anliegens der „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ zu dienen.
Auch bin
ich es leid, mich auch noch bei meinen Natur- und Tierschutzaktivitäten
von
kirchlichen Eiferern zum Buhmann machen zu lassen. Deshalb habe ich
meine Teilnahme
an dem Symposium abgesagt.
Übrigens stünde es Kirchenvertretern wohl besser an, sich um den
wachsenden Kehricht
vor der eigenen Haustüre zu kümmern, z.B. um mehr Kinderschutz gegenüber
Klerikern, als den Tierschutz religiöser Konkurrenten mies zu machen.
Ich wünsche
den Veranstaltern des Berliner Treffend viel Erfolg und jenen
Tierschützern mehr
Nachdenklichkeit, die die Jagd auf Tiere abschaffen, aber die
Weltanschauungsjagd
auf Menschen mit Hilfe kirchlicher Hubertus-Jünger fortsetzen wollen.“
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Stellungnahme von Kurt Eicher, Initiative zur
Abschaffung der Jagd:
Die Tierrechtsszene in Deutschland funktioniert schon seit langem nicht
mehr. Langjährige
Kämpfer für die Rechte der Tiere werden diffamiert, langjährige
Mitstreiter wendeten sich angewidert
ab von profilierungssüchtigen Selbstdarstellern und notorischen
Querulanten.
Gewisse selbsternannte Tierrechtskreise und einzelne Außenseiter der
Tierrechtsszene sind
nicht einmal zu schade, mit Hubertusmessenveranstaltern
zusammenzuarbeiten.
Als Höhepunkt der ständigen Behinderung durch angebliche Tierrechtler
oder Jagdgegner kann man
den Versuch ansehen, das Symposium "Natur ohne Jagd" welches am 2. 8. 02
in Berlin stattfand
zu Fall zu bringen.
Menschen, die weder an der Planung, noch an der inhaltlichen Ausrichtung
beteiligt waren, die
auch nie einen konstruktiven Beitrag zu Demos, Flugblättern, Plakaten,
Anschreiben für Politiker
oder beim Verfassen Pressemeldungen Mithilfe leisteten, wollten eine
völlig wissenschaftlich
ausgerichtete Veranstaltung, mit der sie selbst nichts zu tun hatten,
verhindern. Die Ungeheuerlichkeit
dieses Vorganges sucht seines Gleichen und zeigt die wahren Gesichter
und Gesinnungen
dieser angeblichen Tierfreunde ganz deutlich.
Die Initiative zur Abschaffung der Jagd erlebte mit der Weitergabe einer
e-mail aus der frühen
Planungsphase für das Internationale Symposium „Natur ohne Jagd“ in
Berlin, die als „internes
Arbeitspapier“ bzw. „Insider-Informationen“ von angeblichen
Tierrechtlern des internen Jagdgegner-
Netzwerkes an den Sektenbeauftragten der evangelischen Kirche in Berlin,
Thomas Gandow
weitergegeben wurden, der diese „Information aus Tierschutzkreisen“ in
seiner Pressemitteilung
gerne verwendete, um vor dem Symposium zu „warnen“.
Sogar im lakonischen Diskussionsstil geführter privater e-mail-Verkehr,
der nie für Dritte gedacht
war, sondern immer nur an vermeintliche Mitstreiter gerichtet war, wurde
für großangelegte
Diffamierungskampagnen missbraucht und im großen Stil nach außen
verbreitet – und als
„Beleg“ in den Zeitschriften VOICE und Tierbefreiung aktuell angeführt -
ein für ernstzunehmende
Tierrechtler oder Journalisten unwürdiger und nicht akzeptierbarer Stil.
Weiterhin sind Informationen über einen Referenten, dessen Name bis
dahin öffentlich nicht genannt
wurde, und den ich im Vorfeld des Symposiums »Natur ohne Jagd« in einem
Telefonat gegenüber
einem Redakteur der Deutschen Jagdzeitung geäußert hatte, kurz danach in
Tierrechtskreisen
aufgetaucht. Es gibt also offensichtlich sowohl Verbindungen zwischen
der Jägerlobby und
angeblichen Tierrechtlern sowie zwischen sogenannten Tierrechtlern und
Sektenbeauftragten. Arbeiten
gewisse sogenannte Tierrechtler gewollt oder ungewollt den Jägern in die
Arme?
Diese Vermutung sehe ich auch in der Tatsache bestätigt, dass vor dem
internationalen Symposium
in Berlin die angekündigten Referenten nachweislich von »Tierrechtlern«
durch Anrufe oder
e-mails zu einer Absage bewegt werden sollten - und dass sogar versucht
wurde, die Technische
Universität zu einer Kündigung der Veranstaltungsräume zu bewegen.
Ähnliches spielte sich wenige
Wochen später vor dem Tierrechtskongress in Wien ab, zu der ich als
Sprecher der Initiative
zur Abschaffung der Jagd eingeladen war: Nach Informationen der
Veranstalter wurde dem
Bischöflichen Ordinariat von deutschen Tierrechtlern Informationen mit
dem Ziel der Verhinderung
des Kongresses zugespielt. Auch hier wurde der Vermieter der Räume
aufgefordert, die Veranstaltungsräume
zu kündigen, es wurden unseriöse und völlig unqualifizierte sogenannte
„Pressemitteilungen“
gestreut, man versuchte Redner zur Absage zu bewegen und rief sogar
offen zur
Verhinderung und Störung des Tierrechtskongresses auf. Und vor der 12.
Anti-Jagd-Demo in Berlin
im Monat September wurden alle angekündigten Redner der
Abschlusskundgebung ebenfalls wieder
massiv angegangen.
Angebliche „Enthüllungen“ werden absolut an den Haaren herbeigezogen,
nachweislich unwahre Behauptungen
aufgestellt, in angeblicher Recherchearbeit wird gelogen – man
verbreitet also gezielt
diffamierende Falschinformationen.
Auf dem Symposium »Natur ohne Jagd« wurden in den Vorträgen und in der
Podiumsdiskussion ausschließlich
ökologische und ethische Argumente gegen die Jagd vorgebracht. Das kann
jeder bestätigen,
der dabei war. Und trotzdem verbreiten gewisse Leute – obwohl sie nicht
anwesend waren!
– das Gegenteil und sprechen von versuchter „Massenmissionierung“
Am Erfolg der Initiative zur Abschaffung der Jagd wird dagegen nicht
gezweifelt – auch nicht
in der Artikeln von VOICE und Tierbefreiung aktuell.
Jeder echte Jagdgegner müsste sich doch freuen, wenn regelmäßig
Anti-Jagd-Demos mit mehreren
hundert Teilnehmern statt finden. Manche angebliche Tierrechtler
scheinen noch nicht begriffen
zu haben, dass der Protest gegen die Jagd inzwischen weitere
Bevölkerungskreise erfasst erreicht
hat - bis hin zu Noch-Jagdscheininhabern, die überwältigt waren von der
Publikumsresonanz
auf dem Symposium „Natur ohne Jagd in Berlin“.
Es ist realitätsfremd, als einzelner oder als kleine Gruppe extremer
Verzicht-Veganer die Jagd
abschaffen zu wollen. Während die Jäger von glaubwürdigen Jagdgegnern
immer schon eine „Heiligsprechung"
fordern, ohne selbst überhaupt irgendwelche ethischen Werte zu
vertreten, übernahmen
diese "Jägertaktik" auch einige "Tierfreunde" und versuchen damit einen
stufenweisen
Einstieg der Mehrheit der denkenden Bevölkerung in diese wichtige
Bewegung zu verhindern.
Das Ziel der bundesweiten Initiative zur Abschaffung der Jagd ist es,
die Tiere in Wald und
Flur zu schützen vor hinterhältigen Nachstellungen, vor Schmerzen, Leid
und Tod. In der Tierrechtsarbeit
gehe es darum, Gemeinsamkeiten zu finden und nicht ständig das Trennende
voneinander
abzugrenzen und Grabenkämpfe gegeneinander zu führen:
Wir müssen den gemeinsamen Nenner finden gegen die Tierausbeuter: Und
das ist das Recht der
Tiere auf Leben, körperliche Unversehrtheit und Freiheit!
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Offener Brief an Einzelpersonen und Organisationen mit
Schwerpunkt Tierschutz-Tierrecht
Bürgerbewegung gegen die Jagd
Die Initiative zur Abschaffung der Jagd besteht von Anfang an durch die
Mitarbeit verschiedener
Einzelpersonen und Gruppierungen aus dem Bereich Tierschutz/Tierrechte.
Daher ist der Weg,
den die Initiative beschreitet, nicht starr, sondern gekennzeichnet von
der Mitarbeit und den
Ideen der verschiedensten Tierschützer, Tierrechtler und Gruppen.
Vor der ersten bundesweiten Anti-Jagd-Demo in Berlin im Oktober 2001
wurden Selbstverständnis
und Ziele der Initiative zur Abschaffung der Jagd folgendermaßen
formuliert: »Die Initiative
zur Abschaffung der Jagd versteht sich als Zusammenschluss von
Einzelpersonen, die den alltäglichen
Wahnsinn in unseren Wäldern nicht mehr länger dulden wollen. Aus
ethischen und ökologischen
Gründen lehnen sie die Jagd in Europa grundsätzlich ab und streben das
Ziel eines generellen
Jagdverbots über rationale und effektive Öffentlichkeitsarbeit
einerseits sowie politische
Einflussnahme andererseits an. Die Initiative zur Abschaffung der Jagd
ist ganz bewusst
kein Verein. Die Initiative will nicht in Konkurrenz zu den zahlreichen
Naturschutz-, Tierschutz-
und Tierrechtsvereinen treten, sondern integrativ tätig sein. Man kann
sich die Initiative
als ein Netzwerk von Organisationen und Einzelpersonen vorstellen, das
die Kräfte all
derjeniger bündelt, die für die wildlebenden Tiere in unseren Wäldern
und Feldern eintreten
wollen.«
In den letzten Wochen und Monaten und speziell im Vorfeld des
Internationalen Symposiums »Natur
ohne Jagd« in Berlin sowie dem Tierrechtskongress in Wien erlebte die
Initiative zur Abschaffung
der Jagd massiv Angriffe aus den verschiedensten Richtungen: von Seiten
der Jägerlobby,
von Seiten kirchlicher Institutionen und einzelnen Personen aus der
Tierrechtsszene.
Die Angriffe durch die Jägerschaft liegen in der Natur der Sache
begründet. Die Reaktion
kirchlicher Institutionen ist ebenso nachvollziehbar. Schließlich
gehören die von ihnen veranstalteten
Hubertusmessen zu den wenigen Zusammenkünften, die noch gut besucht
werden (hauptsächlich
von Jägern) – bei dieser Gelegenheit weht die Flagge des Deutschen
Jagdschutzverbandes
neben dem Altar. Wenn also Jäger oder Hubertusmessen-Veranstalter eine
Schlammschlacht gegen
friedliche Jagdgegner starteten, gehört das sozusagen zu ihrem
Überlebenskampf.
Bedauerlicher Weise kam es durch einige wenige Personen aus
Tierrechtskreisen jedoch zu heftigsten
Diffamierungsversuchen, denen in ihrer Darstellung eine gewisse
Egozentrik nicht mehr
abzusprechen ist. Offenbar versuchen einige fanatischen Außenseiter auf
dem Rücken der Tiere
ihre gesellschaftlichen Vorstellungen zu verbreiten. Absurder Weise
machen diese Einzelpersonen
gerade dies Mithelfern der Initiative zum Vorwurf und behaupten,
Sektenmitglieder hätten
die Initiative angeblich unterwandert. Von der Unterstellung angeblich
faschistoiden oder
schizophrenen Gedankengutes bis hin zur Verurteilung von Vegetariern als
Tiermörder wurden alle
Register gezogen. Unbescholtene und rechtschaffene Bürger wurden
öffentlich an den Pranger
gestellt, ihre privaten Briefe auszugsweise veröffentlicht und
Hubertusmessenveranstaltern
wurden interne Arbeitspapiere unserer Initiative zugespielt. Wir
schätzen die Arbeit aller unserer
Tierrechtskollegen sehr. Doch dies ist ein Verhalten, das nach unserem
Verständnis einer
respektablen Tierrechtsarbeit entgegensteht. Konstruktive Kritik braucht
jede Organisation und
jede Person. Destruktive Kritik und polemischer Bombast allerdings
kosten wertvolle Zeit, in
der man etwas für die Beendigung der Jagd tun könnte – und kosten somit
vielen Tieren das Leben.
Deshalb sehen wir keinen Grund, den kleinen und kleinsten
Unterstellungen, an denen sich
eine verzweifelte Argumentation aufhängt, weiterhin Aufmerksamkeit zu
schenken.
Tatsache ist: Die Initiative zur Abschaffung der Jagd freut sich über
jeden einzelnen Menschen,
der mithilft das Ziel zu verwirklichen. Im Gegensatz zu einzelnen
fanatischen Glaubenskämpfern,
die unter dem Deckmantel von Tierrechtsarbeit lauthals verkünden:
»Sollte jemand
Christ sein, so genügt mir das, um nicht mit ihm zusammen zu arbeiten«
sind wir offen für die
unterschiedlichsten Gruppierungen, Weltbilder, Glaubensansätze.
Wenn einzelne Tierrechtler der Initiative zur Abschaffung der Jagd
unterstellen, dass sie
nicht an der Verbreitung der Idee des Tierrechtes interessiert sei, so
haben sie teilweise
Recht: Die Initiative zur Abschaffung der Jagd ist keine
Tierrechtsorganisation, sondern ein
Zusammenschluss von Jagdgegnern, die auf verschiedenen Ebenen versuchen,
den äußerst präzise
arbeitenden Lobbyismus des Jagdszene zu durchlöchern. Da können sogar
»Noch-Fleischesser« mitmachen.
Das heißt: Wir werden also erst mal »nur« die Jagd abschaffen. Dabei
»transportiert«
das Jagdthema aber auch eine Sensibilisierung für alles Tierleid und
dient so für manche als
Einstieg zu einem neuen Umgang mit allen Tieren. Dass dabei auch
tierrechtlerisches Gedankengut
verbreitet wird, soll der Sache nicht entgegenstehen und ist
selbstverständlich auch vielen
Menschen der Initiative ein wichtiges Anliegen.
Paradoxer Weise wird selbst das von Außenseitern der Tierrechtsszene
inzwischen argwöhnisch
beobachtet: »Die werben auch mit Tierrechtssprüchen, das dürfen die
nicht« – Uns kommt es so
vor, als wenn einige wenige ein alleiniges Recht auf tierrechtlerische
»Missionierung« anmelden.
Jeder Jagdgegner hat einen unterschiedlichen Ansatz: Der eine wurde
Zeuge eines Tiermordes,
ihm wurde vielleicht seine Katze von Jägern erschossen. Ein anderer
argumentiert streng sachlich
aus wissenschaftlichen, ökologisch-biologischen Erwägungen. So mancher
Naturfreund möchte
einfach einmal ein Tier aus der Nähe sehen. Wieder ein anderer ist gegen
die Jagd, weil er die
ethische oder religiöse Auffassung vertritt, dass man Tiere nicht töten
darf – hier kann sicher
auch die Ethik einer Religion, welche die Tiere mit einbezieht, Anlass
für eine Verhaltensänderung
gegenüber den Tieren sein.
Unter dem »Dach« der Initiative zur Abschaffung der Jagd finden nun alle
diese unterschiedlichen
Ansätze zusammen – daher ist es für uns selbstverständlich, nicht für
eine bestimmte
Weltanschauung Werbung zu machen. Wenn Tierbefreier oder »Maqi« meinen,
sie müssten Werbung
für das Universelle Leben machen, indem sie in Internetpublikationen
oder Zeitschriften auf
diese Glaubensgemeinschaft aufmerksam machen, so sollen sie dies tun.
Die Initiative zur Abschaffung
der Jagd steht Menschen, die sich dem Universellen Leben zugehörig
fühlen jedenfalls
nicht näher als Angehörigen jeder anderen Religion oder Weltanschauung,
die dem Tier- und Naturschutz
sowie der Tierrechtsidee aufgeschlossen gegenüber sind.
Wir von der Initiative zur Abschaffung der Jagd sind daher für die
Zusammenarbeit mit Angehörigen
aller Religionsgemeinschaften sowie Atheisten offen. Daher freuen wir
uns auf die Zusammenarbeit
mit immer weiteren Mitstreitern, denn der Protest gegen die Jagd hat
inzwischen weite
Bevölkerungskreise erfasst. Wir sind keine »Rufer in der Wüste« – die
Bürgerbewegung gegen
die Jagd steht auf einer so breiten Basis, dass sie nicht mehr zu
stoppen ist! Unser Ziel ist
es, die Tiere in Wald und Flur zu schützen vor hinterhältigen
Nachstellungen, vor Schmerzen,
Leid und Tod. Daher gilt es, von den unterschiedlichsten Ansätzen her
Gemeinsamkeiten zu finden:
Der gemeinsame Nenner ist das Ende der Jagd.
Hallo Kurt Eicher
Vielen Dank für diesen nötigen, offenen Brief. Ich kann mich dem nur
anschliessen.
Ich werden die Abos der Zeitschriften "Voice" und "Tierbefreier"
kündigen, da ich diese Hetze nicht mehr ausstehen kann.
Alles Gute im neuen Jahr und vegane Grüsse aus der Schweiz
Sylvia Laver
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Aus einer Pressemitteilung der Initiative zur
Abschaffung der Jagd vom 4. August 2002
11. Anti-Jagd-Demo: „Wir lassen uns nicht von Hetzern die
Meinungsfreiheit nehmen!“
Am Samstag, den 3. August gingen die Jagdgegner mit ihren Forderungen
zum 11. Mal in Folge auf
die Straße. Bei strahlendem Sonnenschein und Festivalstimmung zogen über
500 Demonstranten mit
Banderolen und dem Sprechchor „Schafft die Jagd ab“ über den Berliner
Kurfürstendamm. Der Anti-
Jagd-Song „BambiKiller“ von der AJ-Gang wurde wie eine Hymne der
Anti-Jagd-Bewegung immer
wieder gespielt und mit Rhythmusinstrumenten begleitet.
Bei der Abschlusskundgebung rief Kurt Eicher in Anspielung auf die
„Schlammschlacht“ in den
Medien den Jagdgegnern unter großem Beifall zu: „Wir lassen uns nicht
von Hetzern die Meinungsfreiheit
nehmen, die für die Tiere gar nichts übrig haben! Schließlich sind wir
Tierschützer
und Tierrechtler und keine Glaubenskongregation. Das gemeinsame Ziel,
die Abschaffung
der Jagd, ist unsere Antriebsfeder, und das verbindet uns aus den
verschiedensten Gruppen.“
Eicher forderte die Tierschützer und Jagdgegner auf, zusammen zu halten.
So könne viel bewegt
und den gemeinsamen Forderungen der nötige politische Nachdruck
verliehen werden.
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Leserbrief von Christian Peter, Anti-Jagd-Forum Schweiz
an VOICE und Tierbefreiung
aktuell
Sehr geehrte SchreiberInnen der Zeitschrift Voice und Tierbefreiung
aktuell!
Ich erhielt eine Ausgabe Ihrer Zeitschrift mit der Story zu Universelles
Leben. Ihre sogenannte
objektive und gründliche Recherche muss ich aus verschiedenen Gründen
nicht nur anzweifeln,
ich muss Sie auch des Lügens bezichtigen. Herr Andreas Hochhaus gab an,
dass ich ihm in einem
Mailwechsel mitgeteilt habe, dass das Symposium "Natur ohne Jagd" in
Berlin von der Glaubensgemeinschaft
Universelles Leben finanziert wurde. Dies habe ich nie geschrieben oder
behauptet.
Dazu folgendes:
1. Meines Wissens kamen die Referenten für das Symposium auf eigene
Kosten. Dies trifft auf
alle Fälle für mich zu. Für eine hervorragende Sache übernehme ich
selbstverständlich meine
Spesen selbst.
2. Ich war kein Mitglied des Organisationskomitees des Symposiums und
kann somit auch nicht
wissen, wer allenfalls wie viel für die Durchführung gespendet hat.
3. Da ich in der Schweiz der Unbill der Jägerschaft ausgesetzt bin und
mich daher immer absichern
muss, habe ich mir zur Gewohnheit gemacht,
sämtliche E-Mails als BC weiter zu senden, somit habe ich für meine
Sicht dieser Angelegenheit
Zeugen. Ich will deshalb die angesprochenen E-Mails sehen, in welchen
ich Zitiertes geschrieben
haben soll. Bitte lassen Sie mir diese unverzüglich zukommen.
4. Ich verlange von Ihnen an der selben prominenten Stelle Ihrer
Zeitschrift eine Richtigstellung
dieser Angelegenheit. Weitere Schritte behalte ich mir vor.
Ich hoffe auf Ihr korrektes Verhalten in dieser Angelegenheit und grüsse
Sie inzwischen
Christian Peter
Anti-Jagd-Forum Schweiz
Hatte schon das Gefühl, dass da etwas aufkommt, wie echter Journalismus,
nun Täuschung zum 2.
Mal. Ich habe mich nun erkundigt, da wie ich Dir ja schon schrieb,
meinen Teil selber berappte
und dies mit Freude für diese gute Sache, nun erfuhr ich, dass Kurt und
Sybille Eicher Carlo
Consiglio und Franz Alt auf Ihre Kosten eingeladen haben und alle
anderen ihren Teil selber
bezahlten. Das Rundherum wurde von verschiedenen einzelnen
JagdgegenerInnen zusammengetragen.
Aus dieser Warte denke ich nicht, dass Du mit einer Berichtigung
gleichzeitig eine weitere
"Befalschung" begehen sollst. Wenn es euch wirklich ernst ist mit dem
sauberen Recherchieren
und ihr auch wirklich nur aus eurer Sicht "Aufklären" wolltet, so denke
ich ist es angebracht
bei der Wahrheit zu bleiben. Ich erwarte also (...) die Richtigstellung
wie folgt:
In der Septemberausgabe Heft 37 ist uns auf Seite 46 (im Artikel "Was
steckt hinter UL" ein
Fehler unterlaufen. Der Satz: "Und obwohl das Symposium (bis auf die
Kosten für den Mdoerator
Dr. Franz Alt) vom Universellem Leben finanziert worden sei, (8) ..."
ist falsch. Die Kosten
für Dr. Franz Alt und Prof. Consiglio wurden von Kurt und Sybille Eicher
privat bezahlt, alle
anderen Referenten kamen auf eigene Spesen und ohne Honorar. Wir bitte
um Entschuldigung, dass
hier ein falscher Sachverhalt dargestellt wurde.
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Richtigstellung Kurt Eicher an Andreas Hochhaus
Am 22. September schrieb Kurt Eicher an Andreas Hochhaus (VOICE)
bezüglich der Finanzierung
des Internationalen Symposiums „Natur ohne Jagd“ in Berlin:
Die Anreise von Carlo Consiglio und den Aufenthalt habe ich privat
bezahlt. Franz Alt wurde
von meiner Frau und nicht von mir finanziert. (Die Kontoauszüge sind
einsehbar!!!)
(Mit diesen beiden Beträgen hätten andere Leute einen schönen Urlaub
gemacht...)
Die Räumlichkeit haben wir kostenlos gestellt bekommen.
Die Kopierkosten, Anstecker oder die Versorgung der Referenten mit
Mineralwasser wurde von
verschiedenen Jagdgegnern/innen getragen.
Die anderen Referenten haben ihre angefallenen Kosten komplett selbst
übernommen.
Welche Posten sollen dann noch übrig geblieben sein?
Nachdem wir familienintern über die Vorwürfe diskutiert haben, können
wir natürlich nachvollziehen,
dass Menschen, die mehr Geld in die Anti-Jagd-Bewegung stecken als
üblich, verdächtig
erscheinen. Weil es in unserer Welt tatsächlich normal geworden ist,
dass amn nur an sich
denkt und sein Geld zur eigenen Befriedigung in die Konsumtempel trägt.
Aber er gibt noch Ausnahmen, denn was nützt ein ruhiger Urlaub, wenn
(nicht nur) in unserer
Natur die Tiere terrorisiert und ermordet werden?
Da wir alle zunächst mitverantwortlich sind, solange wir nichts dagegen
unternehmen, ist ein
100%iges Engagement notwendig und gefordert. (...)
Es wäre gut, wenn wir uns an den Österreichern orientieren könnten, dort
findet Tierrechtsarbeit
und Tierschutz statt, indem man die gemeinsamen Ziele zusammen verfolgt
und nicht indem
sich Einzelne besonders mit ihren Detailansichten positionieren,
profilieren und abspalten
wollen.
So viele Aktivisten, Energie und Zeit haben wir nicht, dass wir es
fragwürdigen Sonderlingen
ermöglichen können, ihr privates „Spielzeug“ auf dem Rücken der Tiere zu
pflegen.
Am 15.12.2002 schickte Kurt Eicher an VOICE folgendes e-mail:
Werter Andreas!
Nachdem Du anderen eine Beweisfälschung vorwirfst, machst Du die
Beweiserfindung (= glatte Lüge)
jetzt hoffähig. Ich habe Dir genau geschildert, wie das Symposium in
Berlin finanziert
wurde.
da ich weder an Alzheimer oder partieller Amnesie leide (und Schwabe
bin), kann ich mich genau
erinnern, wie ich mein Geld ausgegeben habe.
Ich hoffe, dass du dies richtig stellst, da ich sonst, wie ich es auch
bei „Wild und Hund“ getan
habe, meinen Presserechtler (Dr. Gamer, Stuttgart) einschalten müsste.
Gruß,
Kurt Eicher
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Leserbrief von Julia Brunke vom Oktober 2002 an VOICE
und Tierbefreiung aktuell
Liebe Redaktion der Tierbefreiung aktuell, liebe Voice-Mitarbeiter,
da ich in eurem Artikel »Was steckt wirklich hinter dem Universellen
Leben?«
namentlich erwähnt werde sowie der Verlag Das Brennglas, in dem ich, wie
ist wisst, ehrenamtlich
mitarbeite, erwarte ich, dass ihr in der nächsten Ausgabe folgenden
Leserbrief abdruckt:
1. In eurem Artikel sowie auf der lose beigelegten »Schwarzen Liste«
erwähnt ihr mehrfach: Julia
Brunke a) »reitet konventionell« und b) »voltigiert« und leitet daraus
u.a. ab, so jemand
habe auf einem Tierrechtskongress nichts verloren.
Zu a): Ich reite nicht konventionell, sondern natürlich (siehe auch
Artikel in »Freiheit für
Tiere« 4/2002 »Natürlicher Umgang mit Pferden«), d.h. ohne Trense/Hackamore
usw., sondern auf
der Grundlage einer Sprache (Körpersprache), die Menschen mit Pferden
aufbauen können.
Zu b): Voltigiert habe ich zwischen meinem 8. und 11. Lebensjahr
(Voltigieren ist auch kein
Sport für Erwachsene).
2. Da ich 1968 geboren wurde, kann ich 1984 nicht »14 Jahre alt« gewesen
sein – auch dies ein
Beleg für die Qualität eurer »Recherchen«.
3. Als »Beweis« für Behauptungen über mich gebt ihr als Quelle
»Telefonat mit Rudolf Steffen
am 15. August 2002« an. Dieses Telefonat war ein privates Telefonat.
Eine Veröffentlichung von
Inhalten privater Telefonate verträgt sich nicht mit den Grundsätzen von
seriösem Journalismus.
Ich wurde zu keinem Zeitpunkt offiziell angerufen, um eine Stellungnahme
für eure Zeitschrift
abzugeben.
4. In diesem Telefonat mit Rudolf Steffen soll ich auch gesagt haben,
dass ich mich »erst seit
kurzem« vegan ernähre. Diese Aussage habe ich nicht gemacht. Ich habe
vielmehr Rudolf Steffen
erzählt, dass ich bereits seit meinem 10. Lebensjahr – also seit 24
Jahren - keine Tiere mehr
esse (warum habt ihr das eigentlich nicht geschrieben?). Vegan ernähre
ich mich seit über einem
Jahr.
5. Der Verlag Das Brennglas hat vom Universellen Leben keinen einzigen
Pfennig/Cent/Euro erhalten.
Und noch eine Bemerkung am Rande: Wir waren tatsächlich auf der
»weltweit größten Buchmesse«
in Frankfurt. - Wie man das finanziert? Unser 2x2m-Stand kostete für 5
Tage 800 Euro (und hatte
einen enormen Rücklauf an Bestellungen und Förderabos zur Folge). Einen
Betrag in dieser
Größenordnung können arbeitende Menschen mit einem normalen Einkommen –
zumal, wenn sie zusammenlegen
– durchaus bezahlen. Vielleicht bekommt ihr für die Buchmesse im
nächsten Jahr auch
800 Euro zusammen? Dann wären wir nicht der einzige Stand zum Thema
Tierschutz/Tierrechte. Oder
verschwendet ihr eure Zeit auch im nächsten Jahr lieber damit, anderen,
die sich für Tiere
einsetzen, das Leben schwer zu machen?
Ich erwarte eine Richtigstellung dieser - an sich kleinen - Unwahrheiten
nicht deshalb, weil
sie »schwerwiegend« wären. Doch da ich bei jedem dieser einzelnen Punkte
die Unwahrheit nachweisen
kann, lässt das Rückschlüsse auf den Wahrheitsgehalt eurer anderen
Behauptungen auf den
über 12 kleingedruckten Seiten des Artikels zu.
Die Lektüre eurer Fußnoten führt auch ziemlich schnell zu den »Quellen«
eurer »Enthüllungen«:
- www.michelrieth.de von Pfarrer Fragner, der von der evangelischen
Kirche eigens eingestellt
und bezahlt wurde, um mit seinen Internetseiten die unliebsame religiöse
Konkurrenz zu diffamieren
- Hans-Walter Jungen (»Bürgerinitiative Hettstadt«»Autor«), ein
Mitarbeiter des Sektenpfarrers
Behnk (evangelische Kirche Bayern), der im Übrigen seit Jahren
abgetaucht ist – so viel auch
zur »Bürgerinitiative Hettstadt«.
Daher einige Fragen, die eure journalistische Sorgfalt betreffen:
1. Warum arbeitet ihr mit Pfarrer Fragner zusammen, der von der
evangelischen Kirche eigens
eingestellt und bezahlt wurde, um die unliebsame religiöse Konkurrenz zu
diffamieren?
2. Warum treffen sich Tierbefreier und Voice-Mitarbeiter mit Pfarrer
Fragner? Warum aber befragen
Tierbefreier und Voice-Mitarbeiter die betroffenen und namentlich
genannten Personen
weder mündlich noch schriftlich und geben den Betroffenen auch keine
Möglichkeit zur Stellungnahme?
Für mich lässt das Ganze nur folgenden beunruhigenden Rückschluss zu:
Tierbefreier und Voice
sind – bewusst oder unbewusst - von der evangelischen Kirche
unterwandert.
Mit tierfreundlichen Grüßen,
Julia Brunke
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Ralf Maubach schrieb im Editorial der Zeitschrift
„Schutz für Mensch, Tier
und Umwelt“ 3/2002 des Arbeitskreises für humanen Tierschutz:
Ob Kaplan oder Andere – die Schäden, die zur Zeit durch
profilierungssüchtige „Tierrechtler“
u.a. im Internet angerichtet werden sind enorm. Wer wird der nächste
sein? Bei diesen Debatten
bleiben u.U. nicht nur Menschen auf der Strecke, sondern vor allen
Dingen Tiere, denn die sind
in diesen Fällen allenfalls noch schmückendes Beiwerk. Können Sie sich
übrigens vorstellen,
dass es vegane Tierrechtler gibt, die sich weigern bei
Tierbefreiungsaktionen Vegetarier mitzunehmen?
Nein? Ist aber so. Stellen Sie sich nur mal die in der KZ-Haltung
zurückbleibenden
Hennen vor, weil 4,6,8 oder mehr Hände fehlten. Genug davon!
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Beim Anti-Jagd-Forum Schweiz ging folgendes e-mail von
Peter Beck ein:
Was derzeit in Deutschland gegen UL läuft, ist eine Schande für die
gesamte Tierrechtsbewegung.
Es werden Distanzierungsmeldungen verbreitet ohne eine einzige konkrete
Begründung und es wird bewusst eine Pogromstimmung erzeugt, wie wir sie
aus
der Geschichte nur zu gut kennen. Da kann man nur sagen: Aus der
Vergangenheit
nichts gelernt.
Tatsache ist jedoch, dass die sog. Tierrechtsszene nicht vom UL sondern
von einigen
Profilneurotikern und Möchtegern-100Pro-Vegan-Fanatikern unterwandert
wird, die
zwar den Konsum von Sojajoghurt als nicht-vegan strikt ablehnen und
verurteilen,
andererseits aber konventionelles Gemüse, Obst, Brot, etc. nicht konkret
in Frage
stellen und wohl selber weiter bedenkenlos konsumieren. Für mich der
reinste
Selbstbefriedigungs-Veganismus. Tendenzen zu dieser Situation gab es in
den letzten
Jahren schon einige aber es war noch nie so schlimm wie zur Zeit. Erst
wurde gegen
PeTA gehetzt, dann gegen das UL und jetzt ist auch noch Helmut F. Kaplan
an der
Reihe. Wenn man diese völlig unnötige Energieverschwendung neutral
betrachtet,
könnte man wirklich meinen, in Deutschland gibt es keine anderen
Feindbilder mehr.
Nein, lieber unterstützt man öffentlich Sektenhetzer aus einer der zwei
größten
Sekten der westlichen Welt, die Tierrechte bekanntermaßen mit Füßen
treten, anstatt
mit Gleichgesinnten gemeinsam für die Abschaffung der tagtäglichen,
weltweiten
Tierausbeutung zu kämpfen. Einfach nur traurig!
Peter Beck
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Rundbrief von Tierrechtlern, der im Internet verbreitet
wurde:
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Angehörige verschiedenster Religionen,
liebe MitstreiterInnen,
wie soll man mit den persönlichen Erklärungen oder Pressemitteilungen
von Tierrechtlern
/Tierrechtsorganisationen mit veganer Lebensweise, die sich gegen H. F.
Kaplan und gleichzeitig
gegen alle Vegetarier erheben,
oder ihren Abgrenzungsbemühungen, diesmal unter tatkräftiger Mithilfe
der zuständigen Sekten-
Aufklärer der ev. Kirche, gegen die „Initiative gegen die Jagd“, weil
diese durch Mitglieder
des „Universellen Lebens“ (kurz: „UL“) unterwandert wäre, umgehen?
Nur still vor sich hin erschrecken, weinen, davonlaufen oder bloß
achselzuckend erst gar nicht
zur Kenntnis nehmen, weil selbst die große Mehrheit der Tierschützer
diese Meldungen (zum
Glück) nie zu Gesicht bekommt? Eine Kontroverse unter Minderheiten, der
sowieso kleinen Tierrechtsszene,
die sich auch wieder verflüchtigt...?
Uns persönlich (nicht nur uns, wie wir wissen) hat diese
Auseinandersetzung doch seltsam berührt.
Nicht, weil wir denken, dass man über vegan - vegetarisch oder über den
Konflikt mit
den „UL’ern“, nicht diskutieren sollte. Nein, beides ist sicherlich
sinnvoll, und man sollte
sich damit auseinandersetzen. Aber: Wichtig ist (wohl immer, wenn etwas
gelingen soll) die
richtige Form, der richtige Platz – und der richtige Zeitpunkt.
Das scheint uns hier nicht der Fall. Wir empfinden die Angriffe gegen H.
F. Kaplan, die auch
gleichzeitig gegen alle Vegetarier gerichtet sind, in allen Vorwürfen
als äußerst daneben gezielt.
Auch hören wir heraus, dass Veganer die besseren Tierrechtler sind oder
gar, dass sie die einzig
„richtigen“ Tierrechtler sind.
Und die Amtskirchen beanspruchen das Monopol auf die allein selig
machende Verbreitung christlicher
Werte und demzufolge empfinden sie andere Glaubensgemeinschaften als
unangenehme Konkurrenz.
Uns persönlich sind auch unsere großen Religionen keine große Erbauung,
wenn wir sie sowohl an
dem messen, was sie vielen Menschen bis heute angetan haben, geschweige
an dem, was ihr Verhältnis
gegenüber den Tieren betrifft.
An die Vertreter der Kirche gerichtet, wir würden sogar mit Ihrer Kirche
- oder gar mit dem
Papst - mitmarschieren, wenn sie eine „Kampagne gegen die Hubertusmesse“
oder eine „Initiative
zur Abschaffung der Schlachthöfe“ organisieren würden.
Nur an diesem Punkt messen wir - zunächst - das Wirken von „UL“-Angehörigen,
wenn sie deutlich
sichtbar gegen das unbeschreibliche Elend unserer Mitgeschöpfe ihre
Stimme erheben. Wir fänden
es auch gut, wenn sich an vorderster Stelle unsere großen Kirchen für
unsere Mitgeschöpfe
stark machen würden. Vielleicht wären dann so manche „Sekten“
überflüssig. Aber - was tun die
Vertreter unserer großen Kirchen ..? Sie segnen die Jäger, die Metzger
und ihr Tun, üben sich
weiterhin im Wegschauen, Schweigen - und sie nehmen teil am großen
Fressen und lassen sich
weiter Kalb und Wild-Schwein schmecken.
Da wir persönlich nur gute Erfahrungen gemacht haben, z.B. mit dem „Lebe
Gesund“-Stand in der
Markthalle in Stuttgart (der jetzt mit Zustimmung der SPD und CDU
geräumt werden soll) und der
dort konkurrenzlos tierfreie Nahrungsmittel zur Freude vieler
„Nicht-Sektierer“ anbietet, ist
es für uns weit über’s Ziel hinausgeschossen, sich derart massiv gegen
die „Initiative gegen
die Jagd“ abzugrenzen. Die „Initiative gegen die Jagd“ hat immerhin
etwas geschafft, wovon
manch andere Tierrechtsorganisation bisher nur träumt.
Nochmals zurück zu Vegetarismus und H. F. Kaplan. Wir können dem nur
zustimmen, was H. F. Kaplan
in seinen Büchern und jetzt in seinen Stellungnahmen zum Thema
Tierrechte/
Vegan/Vegetarisch geäußert hat. Mutig und anerkennend finden wir es
auch, wie er sich persönlich
„entblößt“ hat, um seine persönlichen Lebenshintergründe vor dem Thema „vegane
Lebensweise“
darzustellen.
Ja genau, Achtung, Respekt, Mitgefühl und nicht zuletzt Liebe gegenüber
unseren Mitgeschöpfen
sind die Inhalte, die auch wir in persönlichen Schreiben und Aktionen
unseren Mitmenschen näher
zu bringen versuchen. Und dies erwarten wir auch gegenüber einem
Mitmenschen wie H. F.
Kaplan, einem großartigen Mitstreiter für unsere Mitgeschöpfe - auch
wenn man selbst meint,
ein wenig anders handeln zu müssen.
Wir haben beim Lesen mancher Zeilen von einigen Tierrechtlern schon fast
den Eindruck, dass
sie eher ideologisch, fanatisch kämpfende Zeitgenossen sind, die den
Kontakt zur tierfleischfressenden
Realität verloren oder ihn noch nie bekommen haben. Wenn wir mit
Kolleginnen im Betrieb
oder mit Passanten auf der Straße über die Barbarei im Schlachthof reden
und uns vorstellen,
dass wir diejenigen nicht nur vom Vegetarismus, was uns im
„Schnellverfahren“ leider
nicht gelingt, sondern diese Menschen gleich vom veganen Leben
überzeugen sollten, sie würden
doch nur abwinken und uns mitleidig belächeln.
Wie viele Menschen haben den Sprung vom Fleischfresser gleich zum
Veganer geschafft ...? Für
uns ist dieser Quantensprung auch nicht das primäre Thema oder Ziel bei
den noch verbleibenden
90 bis 99,99% (...?...) tierfleisch-fressenden Artgenossen.
Und wenn wir uns dann noch ausmalen, wer nach dem 22. September ins
„Tier-Verbraucher-
Ministerium“ einrücken könnte ...? Wir haben nicht die Wahl zwischen
Künast und Vegan, sondern
nur zwischen mehr Bio, mehr Tierschutz (mit langem Atem) und einem
„Masse-ist-Klasse-CSUMann“,
der sich seine Brötchen u.a. bei einem großen Fleischkonzern verdient
und wohl den Jägern
die Munition reichen wird.
Das sind Aussichten! Und womit verbringen und verschwenden wir unsere
Zeit und Energie ..?
Was wir noch sagen möchten: Lasst uns doch lieber gemeinsam an dem
arbeiten, was uns allen am
Herzen liegt.
Und jeder soll es auch auf seine Weise tun können, mit seinen
Möglichkeiten und seinen Fähigkeiten.
Nur - wenn wir die Menschen mit unseren Ansprüchen erschrecken und somit
überfordern, ist
keinem „Schwein“ geholfen.
Und dann wünschen wir allen TierrechtlerInnen (uns eingeschlossen)
genügend Selbstbewusstsein,
um uns von solchen Konflikten nicht gleich einschüchtern zu lassen und
dass wir das große
„Ganze“ nicht aus dem Blickfeld verlieren.
Mit freundlichen Grüssen,
I. Lutz und P. Gernbacher
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Aus:
Globus, BUND Naturschutz 11/98
Fürs Leben lernen
Ganzheitlicher Unterricht
Seit ihrer Entstehung im Jahre 1991 geht die „Private Grund- und
Hauptschule“, eine Tagheimschule
in Esselbach im Spessart, neue Wege. Kreativität und Umwelterfahrungen
mit allen Sinnen
werden hier groß geschrieben; Abenteuer im Wald, Erlebnisse am Bach und
auf der Wiese und ein
natürlicher Umgang mit Tieren. In kleinen Werkstätten lernen die Schüler
handwerkliche Grundlagen,
beispielsweise bei einem Schreiner oder Elektromeister. Von zehn Berufen
können die
Schüler innerhalb eines Schuljahres sieben kennen lernen. Mittags
erhalten sie ein gesundes
und abwechslungsreiches Essen aus ökologischem Anbau. Betreuer helfen
den Kindern nachmittags
bei den Hausaufgaben, unterstützen sie aber auch bei
Freizeitaktivitäten.
Sogar in den Ferien gibt es ein vielfältiges Angebot: die Erst- und
Zweitklässler machen Sommerferien
auf einer Almhütte, die Dritt- und Viertklässler sind mehrere Tage mit
Booten und
Zelten unterwegs.
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Am 25.12.2002 fragte Andreas Hochhaus diverse
Tierschutz-/Tierrechtsorganisationen und Unterzeichner
des Berliner Manifests für die Abschaffung der Jagd per Fax an: „Wir
möchten euch daher
freundlich bitten, zu eurer Position in der UL-Frage Stellung zu
beziehen. Wie steht ihr zum Universellen
leben und wie steht ihr zu UL- bzw. UL-nahen Firmen und Initiativen?“
Marc Buchtmann schrieb daraufhin am 26.12.2002 folgenden Brief:
Sehr geehrter Herr Hochhaus,
welcher Religion gehören Sie an? Evangelisch oder katholisch? Was
bedeuten
würde, dass Sie sich den größten Gangstern unserer modernen Zivilisation
angeschlossen haben. Oder sind Sie etwa glaubenslos? Wie ich, ein Heide?
Das
wäre ja noch schlimmer! Ein Gotteslästerer gehört, wie damals die Hexen,
auf
den Scheiterhaufen.
Doch wissen Sie, was mir bei der ganzen Fragerei auffällt? Dass die
Zerhackung unterschiedlicher Gruppierungen und Organisationen sowie
Initiativen zum Schutz unserer Mitgeschöpfe durch solche wie "Voice",
jedwediger Grundlage entbietet. Warum? Weil die Glaubensfrage überhaupt
nicht zur Debatte steht.
UNS ALLE hat das gemeinsame Ziel der Abschaffung der Jagd
zusammengeführt.
In vielen anderen Punkten des Lebens dürften wir unterschiedliche
Meinungen
vertreten. Doch wenn man, wie Sie, den Zielpunkt mit allen übrigen
Lebensweisen verknüpft, ja mehr noch, diese zur "Pflicht" für eine
Zusammenarbeit macht, dürften Sie wohl auch weiterhin ziemlich alleine
da stehen.
Der Begriff UL ist im Zusammenhang mit dem Tierschutz und der
Abschaffung der
Jagd das erste Mal aufgetaucht, weil die Jägerschaft hier einen
Ansatzpunkt
gefunden hat. Gerade Ihnen muss ich doch wohl nicht erklären, dass die
Grünröcke keine sachliche Argumentation pro Jagd führen können, da es
eben
keine Pro-Punkte gibt. Was liegt also offener, als andere, völlig
dämliche
Gründe zu suchen und aufzuführen, um die "Schädlinge" zur Strecke zu
bringen.
Dummerweise ist der Bekanntheitsgrad der Organisation "Voice" aber auch
nicht besser. Man hat mal was davon gehört, das ist alles. Und prompt
müssen
Sie einen riesen Bericht über eine Glaubensgemeinschaft bringen, bei dem
der
Leser schon beim Lesen merkt, dass Ihre Recherchen nichts anderes als
das
Nachplappern irgendwelcher Zeitungsberichte sind. Gleichzeitig machen
Sie
klar, dass Sie und "Voice" sich von allen Gruppierungen distanzieren,
die
dem UL zughörig sind oder ihm nahe stehen. Übersehen wird dabei, dass
evtl.
einzelne Mitglieder vom UL in verschiedenen Tierschutzorganisationen
tätig
sind, das UL selbst aber nichts damit zu tun hat.
Für einen Außenstehenden wie mich, kommt hier unweigerlich der Verdacht
des
Konkurrenzdenkens auf. Ausgelöst durch die Grünröcke, verbreitet über
die
Medien und aufgegriffen von "Voice" als eine gute Gelegenheit, sich
selbst
zu profilieren. Ihr Satz "Die Ausgabe, in der wir auf 23 Seiten ... "
untermauert meine Vermutung zu 100%.
Das die IJH "dennoch" weiterhin auf der Unterschriftenliste der
Initiative
zur Abschaffung der Jagd steht, beweist, dass sie es verstanden hat - im
Gegensatz zu Ihnen.
Aber genau das, Herr Hochhaus, können wir im Kampf gegen die Jägerschaft
nicht brauchen. Die Initiative zur Abschaffung der Jagd ist eine der
Besten
zur Anstrebung eben dieses Ziels. Und ich begrüße es sehr, wenn man sich
auf
ein Thema konzentriert und andere Gruppierungen mit anderen
Schwerpunkten
ihre Präsenz zeigen. Das signalisiert nach Außen ein breites Spektrum
mit
einzelnen Bereichen, die sich auf ein bestimmtes Thema fixiert haben und
bietet Interessierten somit die Möglichkeit, sich dort anzuschließen, wo
sie
selbst ihren Schwerpunkt sehen. Und trotzdem gehören sie zu allen dazu.
So etwas nennt man, gemeinsam eine starke Front bilden.
Herr Hochhaus, wir arbeiten miteinander - nicht gegeneinander. Wenn Sie
wirklich auf so plumpe Versuche der Jägerschaft hereinfallen, wird
"Voice"
immer eine alleinstehende Gruppierung bleiben, ohne Einfluss.
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Aufgrund des Faxes von Andreas Hochhaus am 1.
Weihnachtstag verbreitete Rolf Borkenhagen über
Tierschutzverteiler im Internet einen Brief an Kurt Eicher in dem er
mitteilt, dass er aus der Unterzeichnerliste
des Berliner Manifestes herausgenommen werden will.
Daraufhin schrieb Marc Buchtmann am 27.12.2002 an Rolf Borkenhagen:
Sehr geehrter Herr Borkenhagen,
um das Wichtigste gleich vorweg zu nehmen:
Selten habe ich einen größeren Unsinn im Interesse der gemeinsamen Sache
gelesen, wie Ihre unverschämte Mail an Herrn Kurt Eicher.
Zur Sachlage:
Ob Herr Eicher oder irgend jemand anderes aus der "Initiative zur
Abschaffung der Jagd" dem UL angehört oder nicht, hat nichts, absolut
nichts!, mit dem Ziel der Initiative zu tun. Religiöse Punkte gehören in
den
privaten Bereich und wurden und werden innerhalb der Initiative nicht
diskutiert. Die Behauptung, UL unterwandere die Initiative, ist schon
alleine darum absurt. Ganz abgesehen davon, dass ich mich wirklich
frage,
was das UL für sich oder deren Initiatoren durch die Abschaffung der
Jagd
für einen Nutzen ziehen könnte, also den "idealistischen" Zweck
"missbrauchen" würde.
Völlig logisch dagegen ist, dass die Jägerschaft jeden sich bietenden
Punkt
aufgreifen wird, um die Initiative zu zerschlagen und somit aus den
eigenen
Reihen heraus zu sprengen. Genau so gut könnte ich angegriffen werden,
weil
ich keiner Religion angehöre.
Gerade Ihnen muss ich doch wohl nicht erklären, dass die Grünröcke keine
sachliche Argumentation pro Jagd führen können, da es eben keine
Pro-Punkte
gibt. Was liegt also offener, als andere, völlig dämliche Gründe zu
suchen
und aufzuführen, um die "Schädlinge" zur Strecke zu bringen.
Inhaltlich unterstützen Sie das Berliner Manifest. Nicht aber die
Urheber
des Papiers. Warum? Weil sie (die Urheber) in anderen Punkten, die
nichts
mit dem gemeinsamen Ziel zu tun haben, vielleicht andere Meinungen
vertreten? Ich würde eher sagen, weil die "Idee" nicht von Ihnen stammt
und
darum grundsätzlich schlecht ist.
Interessant finde ich auch Ihre Ausführung, die Initiative zur
Abschaffung
der Jagd habe nicht glaubhaft versichert, dass die Führung sekten- bzw.
gruppenunabhängig ist, obwohl das UL auf der HP nicht einmal erwähnt
wird.
Bitte versichern Sie mir darum glaubhaft, dass Sie und / oder die
Führung
von "Menschen für Tierrechte" nicht dem Kult des heiligen Satans frönen.
Es
wird zwar nirgends erwähnt, könnte aber doch trotzdem sein, oder?
Herr Borkenhagen, was hier läuft ist nichts anderes als Mobbing.
Konkurrenzdenken, ausgelöst durch die Jägerschaft, mit dem Ziel, unter
den
Vereinen und/oder Initiativen für Tiere, gegenseitigen Missmut breit zu
treten.
Mit Leuten Ihrer Einstellung, wird die Tierrechtsbewegung niemals eine
starke, gemeinsame Front bilden können. Und wissen Sie auch warum? Weil
UNS
ALLE die Abschaffung der Jagd zusammengeführt hat. In vielen anderen
Dingen
des Lebens dürften wir unterschiedlicher Meinung sein. Doch diese steht
im
Moment überhaupt nicht zur Debatte.
Offen gesagt, fällt es mir schwer zu glauben, dass eine Person die sich
für
die Rechte der Tiere (hier die Abschaffung der Jagd) einsetzt, so
kleinkariert denken kann. Ist es tatsächlich so, stimme ich Ihnen in dem
Punkt zu, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht möglich ist.
In diesem Fall streichen Sie mich bitte sofort aus Ihrem Verteiler.
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Hans-Jürgen Lutz von TUN – Tier- und Naturschutz e.V.
antwortet auf Brief von Andreas
Hochhaus von Voice
„An Deutschlands finsterste Zeiten erinnert“
(Offenbach/Rödermark/Kelkheim - TUN-INFORMATIONEN)
Am 1. Weihnachtsfeiertag erhielt TUN – Tier- und Naturschutz e.V.* ein
als seltsam eingestuftes Fax
von Andreas Hochhaus** (Redakteur des Tierrechtsmagazins Voice). TUN
wird darin gebeten, eine
"Stellungnahme" bis zum 3. Januar 2003 (!) einzureichen. Insbesondere
will Hochhaus wissen, wie
TUN zu einer bestimmten Glaubensgemeinschaft stünde. TUN weist das
Ansinnen zurück und
schreibt statt der verlangten „Stellungnahme“ nachfolgenden offenen
Brief.
OFFENER BRIEF VON HANS-JÜRGEN LUTZ (TUN) AN ANDREAS HOCHHAUS (VOICE)
Hallo, Andreas,
bezüglich Deines Faxes (eingetroffen am 1. Weihnachtsfeiertag), in dem
Du TUN – Tier- und Naturschutz
e.V. um eine Stellungnahme „bittest“, antworten wir wie folgt:
TUN bzw. „der Unterzeichner“ war seinerzeit redlich darum bemüht, Dir
die ersten Gehversuche im
Tierschutz bzw. im Tierrecht nahezubringen – auch dann, wenn unsere
Begegnungen nicht immer von
dem eigentlich erhofften Erfolg gekrönt waren:
„Vegan leben geht nicht!“ kam z.B. aus Deinem Mund.
Jahre später schicktest Du TUN eine E-Mail mit der seltsamen Frage, ob
ich (HJL) ein Honorar für
meinen stark beachteten Dia-Vortrag (incl. Vorführung von
Original-Vogelfangutensilien)
„Der Vogelmord in Italien“ im Auditorium maximum der Technischen
Universität Berlin anläßlich des
internationalen Symposiums „Natur ohne Jagd“.
Unsere Antwort war: 0,00 Euro.
Nur – Verwunderung kam auf, denn offensichtlich interessierte Dich diese
wohl hochrelevante Frage
mehr, als z.B. folgende Fragen zu stellen:
- Kann ich Euch im Kampf gegen die Jagd und Vogeljagd irgendwie helfen?
- Könnt Ihr für die VOICE einen Artikel schreiben oder habt Ihr Material
für uns?
- Wann habt Ihr mal einen Termin frei, weil auch wir mal einen Vortrag
in Offenbach, Frankfurt oder
Rödermark organisieren wollen?
Und und und ...
Dergleichen interessiert Dich offenbar nicht – leider.
Dich treibt in Deinem Fax vielmehr die Frage um, man wolle „nicht noch
die letzten Sympathien der
Bürgerinnen und Bürger verspielen“.
Wen meinst Du damit?
- Die Jägerinnen und Jäger?
- Die Angler und Fischer?
- Die Agrar-Lobbyisten?
- Die Tierversuchsexperimentatoren und ihre Handlanger?
- Die Metzger?
- Die CDU = SPD = FDP’ler und ihre Wählerinnen und Wähler?
- Die Spießbürgerinnen und Spießbürger?
- Und und und ?
Manches mag bei einigen wenigen Tierrechtlern stark an Comedy erinnern;
schlimm und nicht mehr
nachvollziehbar aber wird es dann, wenn Gesinnungsschnüffeleien
betrieben werden und die eigentliche
Sache kein Handlungsgegenstand mehr darstellt. Soll es jetzt wirklich so
weit kommen, dass nur
dann Leute zusammenarbeiten, wenn sie jeweils vom Gegenüber wissen,
welcher Glaubensgemeinschaft
er/sie angehört und möglichst Meinungskongruenz erzielt wird? Dies würde
an Deutschlands
finsterste Zeiten erinnern!
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Soll es wirklich so weit kommen, dass z.B. bei einem Mitgliedsantrag
und/oder persönlichen Vorstellung
folgende Fragen beantwortet werden müssen:
- Glauben Sie an Gott? An welchen? Wie lange schon und warum?
- Welcher Glaubensgemeinschaft gehören Sie an (wie lange, warum,
Beweggründe ausführlich beschreiben
und dokumentieren)?
- Sind Sie gar Atheist ?
- Aus welchen Gründen (und wie lange schon bzw. warum) sind Sie Atheist?
- Inwieweit hegen Sie – aufgeschlüsselt in bewußt und unbewußt! –
nazistisches oder ähnliches
Gedankengut (unabhängig vom gesonderten psychologischen Extratest!)?
- Beten Sie? Zum wem? Warum? Wie oft? Was sind die Inhalte Ihres Betens?
Wie haben sich ggf.
diese Inhalte im Laufe Ihres Lebens geändert?
- Beschreiben Sie Ihre fünf ausgeprägtesten Charakterfehler und
begründen Sie ausführlich, warum
Sie nichts unternommen haben, diese zu beseitigen?
- Und und und ...
EIN ABSTRUSER GEDANKE!!!
Tierrechtlerinnen/Tierrechtler, Tierschützerinnen/Tierschützer sollte
der Gedanke einen, für die Tiere zu kämpfen
und gegen jene, die Tiere morden, ausbeuten, quälen oder „nutzen“. WER
DAS NICHT ERKANNT HAT,
MUSS SICH DEN VORWURF GEFALLEN LASSEN, FÜR DIR FALSCHE SEITE ZU
ARBEITEN.
TUN und ich aber hoffen, dass Du Dich nicht weiter verrennst,
verstrickst – und dadurch isolierst und
von der Tierrechtsbewegung nicht mehr ernst genommen wirst.
Die „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ wird u.v.a. unterstützt von
Franz Alt, Carlo Consiglio, Dag
Frommhold, Karin Hutter, Astrid Krämer und Eberhard Schneider –
selbstverständlich auch von TUN
und seinem Präsidenten.
Tatsächliche, vermeintliche oder konstruierte „Nebenkriegsschauplätze“
mögen für einzelne Individuen
interessant sein – TUN aber geht es darum, den Tierrechtsgedanken
weiterzuführen und die teilweise
getätigten Pionierarbeiten im Bereich der Tierrechte zu vervollkommnen.
Mach‘ einfach mit!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Jürgen Lutz
Präs. TUN – Tier- und Naturschutz e.V.
P.S.: Der von Dir angesprochene „Bericht“ in Deiner Zeitschrift verletzt
übrigens den Pressekodex des
„Deutschen Presserats“ in mehreren Punkten. Du solltest Dir diesen
Ehrenkodex gelegentlich mal zuschicken
lassen.
Und was die „Bruderschaft Salem“ betrifft, so gibt es wohl niemanden auf
dieser Welt, die über deren
Machenschaften und Aktivitäten besser Bescheid wüßten, als die
ehemaligen Leiter der „Salem Tierhilfe“,
nämlich Kurt Huber, Hans-Jürgen Lutz und die damalige Sekretärin
Marlies. Alle hast Du deswegen
nicht ein einziges Mal kontaktiert, was auch auf die journalistische
„Qualität“ der angeblich
„monatelangen Recherchen“ hinweist.
Lange oder überlange Artikel ersetzen keineswegs nicht getätigte oder
schlechte Recherchen.
* TUN - Tier- und Naturschutz e.V. ist die älteste
Tierrechtsorganisation Europas. Ursprünglich bekannt geworden
durch effektive Einsätze gegen den anachronistischen Vogelmord in
Italien und Belgien, bearbeitet TUN
heute quasi sämtliche relevanten Bereiche des Tier-, Natur- und
Umweltschutzes, der Tierrechte, Ernährung, Sicherheit,
Politik, usw.
Dies geschieht ausnahmslos ehrenamtlich durch Aufklärung, Aktionen,
Öffentlichkeitsarbeit u.ä.
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Brief von Astrid Krämer, Initiative jagdgefährdeter
Haustiere an Andreas Hochhaus:
Ihre Fax-Nachricht vom 25.12.2002
Sehr geehrter Herr Hochhaus,
hat der Deutsche Jagdschutzverband e.V. eigentlich auch eine Kopie der
Beschuldigungen
gegen die Initiative zur Abschaffung der Jagd erhalten? Man wird dort
für die Diffamierung
effektiv arbeitender und in der breiten Öffentlichkeit gut angesehener
Jagdgegner sehr dankbar
sein...
Lodengrüne Lobbyisten sind nicht so dumm, wie manche gern annehmen
würden. Aus Angst
vor einer Reform des Bundesjagdgesetzes versuchen Waidgenossen seit
einiger Zeit, die Erfolge
der Initiative zur Abschaffung der Jagd und anderer jagdkritischer
Gruppen auf solch
billige Art zunichte zu machen. Über Ihre Gründe, sich dieser Kampagne
anzuschließen, kann
ich nur spekulieren.
Die IJH (die übrigens nicht personengebunden ist) steht zur Verfügung,
wenn durch Jägerwillkür
betroffene Haustierhalter Rat und Hilfe benötigen. Die Ziele der
Initiative jagdgefährdeter
Haustiere decken sich mit denen der nach unserer Auffassung durchaus
unabhängigen
Initiative zur Abschaffung der Jagd, die dankenswerterweise auch die
Interessen der IJH weit
besser in der Öffentlichkeit vertritt als wir das selber je könnten.
Frau Klein lässt mitteilen,
dass sie sich Einbeziehung in derartig kontraproduktive Streitereien
verbittet. Unsere knappe
Zeit möchten wir lieber für effektive Anti-Jagd-Arbeit verwenden. Ich
schließe mich dem an.
Mit freundlichen Grüßen
Astrid Krämer, Initiative jagdgefährdeter Haustiere
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Gedächtnisprotokoll Telefonat Thomas D.(Die
fantastischen Vier) /
Kurt Eicher (Initiative zur Abschaffung der Jagd):
Mitte Januar erhielt ich an einem Abend einen Telefonanruf von Thomas D.
Er stellte sich kurz
vor und erkundigte sich ob ich denn derjenige wäre, welcher für die
Initiative zur Abschaffung
der Jagd die Kontaktadresse bereitstellt. Ich bejahte und erwiderte,
dass dies zum Teil zu einer
echten Bürde werden kann, zumal unsere ganze Familie von den Anrufen,
Drohungen und Beschimpfungen
tangiert wird.
Er sagte, dass er nach wie vor voll hinter dem Berliner Manifest stehen
würde aber aufgrund
der aggressiven Vorgehensweise von "Voice" (A. Hochhaus) gegen
Mitglieder einer Glaubensgemeinschaft
(die ebenfalls überzeugte Jagdgegner sind) in dieser Angelegenheit einen
neutralen
Punkt beziehen müsse und wir ihn deshalb bitte von der
Unterschriftenlisten (zum Manifest)
streichen sollten. Er fürchtet, dass bei dieser Schlammschlacht (in der
Sektengerüchte eingestreut
würden) ein Imageschaden entstehen könne, der sich negativ auf seine
Karriere als Musiker
auswirken könnte.
Ich habe nicht versucht ihn von diesem Vorhaben abzubringen, sondern nur
klargestellt, dass
schon die Verunglimpfung von Menschen wegen ihres Glaubens (egal was
diese auch glauben) ein
ungeheuerlicher Vorgang in Deutschland (mit seiner Geschichte) sei und
von mir aktiv angegangen
wird.
Ich habe ihm dann erklärt, wie das Symposium finanziert wurde und wir
durch unsere finanzielle
Unabhängigkeit eine solche Attacke abwehren können und werden. Ich
verwies ihn auf die Enquetekommission
des Deutschen Bundestages , die feststellte, dass es in Deutschland
keine
deutschen, christlichen Glaubensgemeinschaften gibt, die in irgendeiner
Weise gefährlich oder
gar verfassungsfeindlich sind. Es wurde sogar festgehalten, dass der
Begriff Sekten stigmatisieren
und verunglimpfen würde und deshalb nicht mehr für christliche
Glaubensgemeinschaften
verwendet werden solle.
Dies war Thomas D. neu, doch er versicherte mir, dass es sich hier nur
um eine prophylaktische
Maßnahme seinerseits handeln würde und er sich eine etwaige
Rufschädigung einfach nicht leisten
könnte.
Nun erzählte er, dass auch er mit Tierschützern großen Ärger bekommen
habe, als er in einer
Fernsehsendung erwähnte, dass er eine Tier-Partnerin für sein Schwein
suchen würde und die Moderatorin
(ohne Absprache) gleich zu einer "Hilfsaktion" aufrief. Dabei habe er
gleich den
Vorwurf zu hören bekommen, er würde die Tiervermehrer auch noch
unterstützen bzw. durch sein
Verhalten deren Profit und Ansehen erhöhen.
Wir konnten nur noch feststellen, dass die Deutsche Tierrechts- und
Tierschutzszene sich oft
selbst ein Bein stellt und ein durchschlagender Erfolg damit sicher
verhindert wird, zur
Freunde aller Tierquäler.
Die Tiere bleiben die Opfer, nur weil einige menschliche
Selbstdarsteller/-innen eine sinnvolle
Zusammenarbeit ständig verhindern.
Ich erzählte ihm noch vom Wiener Tierrechtskongress und den
"Österreichischen Tierschutzweg".
Wir konnten nur bedauern, dass bei uns anscheinend die ganze
Tierrechts-Szene von einigen Sonderlingen
beherrscht bzw. behindert wird.
Ich sagte ihm nochmals die Streichung zu und dann verabschiedeten wir
uns.
Kurt Eicher
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Beitrag von Kurt Eicher auf dem Tierrechtskongress in
Wien
(siehe www.tierrechtskongress.at):
Beitrag zum Tierrechtskongress in Wien 2002,
Arbeitskreis Jagd/Arbeitskreis Tierrechtsstrategien
Initiative zur Abschaffung der Jagd
Seit vielen Jahren liegen wissenschaftlich fundierte Daten vor, die
belegen, dass die Jagd und alle ihre
Vorbereitungen und Rahmenhandlungen ökologisch wie biologisch nicht zu
rechtfertigen sind.
Alle Argumente, die Jäger vorbringen entpuppen sich entweder als
schlicht falsch oder sind so manipuliert,
dass man die Jäger als Verursacher des entsprechenden Naturfrevels nicht
erkennen kann.
Über Jahrzehnte hinweg haben jagende und willfährige
Naturwissenschaftler Argumente für die Jagd
geliefert und diese "selbstgestrickten Daten" bewusst unter das
unwissende Volk gestreut. Als diese
Ungereimtheiten auffielen, haben sich Jäger nicht nur ein
Naturschutzimage angedichtet, sondern viele
Naturschutzverbände und politische Ebenen durchsetzt, so dass nahezu
unmöglich war eine Veränderung
herbeizuführen.
Nachdem nun viele Tierschützer und Jagdgegner dies erkannt hatten, wurde
es notwendig alle Kräfte
zu bündeln, um aktiv gegen diesen millionenfachen Wildtiermord vorgehen
zu können.
Aber auch die allgemeine Veränderung der ethischen Einstellung gegenüber
den Tieren machte es
notwendig, eine Initiative zur Abschaffung der Jagd zu gründen.
Was soll diese Antijagdinitiative bewirken?
Dag Frommhold hat unseren Ansatz einmal kurz und bündig wie folgt
definiert:
"Die Initiative zur Abschaffung der Jagd versteht sich als
Zusammenschluss von Einzelpersonen,
Gruppen und Organisationen, die den alltäglichen Wahnsinn in unseren
Wäldern nicht mehr länger
dulden wollen. Aus ethischen und ökologischen Gründen lehnen sie die
Jagd in Europa grundsätzlich
ab und streben das Ziel eines generellen Jagdverbot über rationale und
effektive Öffentlichkeitsarbeit
einerseits, sowie politische Einflussnahme andererseits an. Die
Initiative zur Abschaffung der Jagd ist
ganz bewusst kein Verein. Diese Initiative will nicht in Konkurrenz zu
den zahlreichen Naturschutz-,
Tierschutz- und Tierrechtsvereinen treten, sondern integrativ tätig
sein. Man kann sich die Initiative als
ein Netzwerk von Organisationen und Einzelpersonen vorstellen, das die
Kräfte all derjeniger bündelt,
die für die wild lebenden Tiere in unseren Wäldern und Feldern eintreten
wollen."
Dies definiert nun zwar die wichtigsten Elemente dieser
Anti-Jagd-Initiative, gibt aber letztendlich noch
keinen detaillierten Einblick in die Arbeit und die Arbeitsverteilung
oder gar Finanzierung dieser Interessensgruppe.
Um die Arbeit sinnvoll koordinieren zu können, müssen zunächst
motivierte und sachkundige Mitstreiterinnen
und Mitstreiter gefunden und in die Initiative eingebunden werden.
Initiative-Team:
Um sich nicht gegenseitig zu behindern, sollten sich Jagdgegner/-innen
zusammenfinden, die sich
nicht persönlich profilieren wollen oder müssen, sondern bei denen das
Ziel (Beendigung der Jagd) im
Mittelpunkt steht. Nur so ist gewährleistet, dass die begrenzten
persönlichen Ressourcen sinnvoll eingesetzt
werden können. Da auch die politische Ebene erreicht werden muss, sind
nur demokratische
und völlig legale Aktionen zu unterstützen. Dieses Agreement muss schon
im Vorfeld bestehen und
gilt dauerhaft als stillschweigende Übereinkunft.
Im Folgenden werden die Teilgebiete aufgeführt, die unbedingt vor
Arbeitsbeginn abgedeckt sein
müssen. Einige Funktionen werden sinnvoller Weise in Personalunion zu
besetzen sein.
Im Team sollten sein:
- Qualifizierte Personen für die biologischen und ökologischen Bereiche
(Biologen, Forstwissenschaftler,
Tierärzte etc.)
- Ansprechpartner für biologische und ökologische Detailfragen
(Beutegreifer- Vogel- oder Huftierexperten)
- Rechtsexperten für das Jagdrecht ( Jurist oder Person mit guten
Detailkenntnissen)
- Autoren jagdkritischer Werke und Artikel (ethische + biologische
Ansätze)
(auch die affektive Ebene muss belegt werden können)
- Verbindungspersonen für die Presse (evtl. Journalisten integrieren)
+ Koordination der notwendigen Pressearbeit
- Verleger oder Druckbetrieb für Info-Broschüren, Handzettel od. Plakate
- PC- Spezialist zur Errichtung eines internen Netzwerkes, sowie
erstellen und betreuen der wichtigen
Homepage
- Kontaktpersonen, die flächendeckend als kompetente Ansprechpartner zur
Verfügung stehen ( für
Interviews, Leserbriefe, Info-Sammler)
- Kontakt zu tangierten Problemfeldern ( z. B. jagdgefährdete Haustiere,
Aufzucht und Auswilderung
verletzter od. elternloser Wildtiere ohne Jägereinwirkung etc.)
- Demo-Team ( Vorbereiten von Demos, Transparente- Bau und -Transport,
Organisation von Beschallungsanlagen
etc.)
- Finanzbedarfsermittlung und Finanzierungsmöglichkeiten, Sponsorensuche
(Optimierung des begrenzten
Mitteleinsatzes) - Kontoeinrichtung
- Kontaktadresse und Sprecher der Initiative ( Anlaufpunkt und ständig
erreichbarer offizieller Vertreter
der Initiative )
Startphase
Eine kleine Kerngruppe gleichgesinnter und motivierter Jagdgegner muss
zunächst mehrere Schreiben
verfassen und eine geeignete Anti-Jagd-Broschüre anfertigen lassen oder
übernehmen. Diese Informationen
werden an alle involvierten Vereine, Verbände, Tierärzte oder
Zeitschriften versandt.
Gleichzeitig wird allen bereits aktiven Jagdgegner, die noch nicht in
der Initiative sind versichert, dass
die Zusammenarbeit erwünscht und notwendig ist. (Eine
Konkurrenzsituation wäre fatal.) Damit können
wir die Anzahl der Mitstreiter erhöhen und die notwendigen
Kontaktpersonen erhalten. Mit den
ersten Schreiben muss nicht nur eine Unterschriftenaktion gestartet,
sondern auch ein zeitlich gut geplanter
Demonstrationstermin bekannt gegeben werden. Diese Informationen gehen
gleichzeitig auch
an alle Politiker und Tages- und Wochenzeitungen, aber auch Radiosender
und TV-Anstalten werden
informiert.
Um diese Startphase beginnen zu können, muss im Vorfeld unbedingt eine
"Anschubfinanzierung"
gesichert werden. (Dazu sind viele Kleinsponsoren und Jagdgegner
anzusprechen.) Durch das folgende
Anschreiben vieler Tierfreunde und Jagdgegner können Teile dieser ersten
Finanzspritze wieder
zurückfließen, die dann aber für neue Aktionen eingesetzt werden müssen.
Die Infobroschüren werden von der Initiative kostendeckend vertrieben,
deshalb ist schon im Vorfeld
auf einen günstigen Druck zu achten, da nur so die Verbreitung groß
genug wird.
Meinungsfindung innerhalb des Teams
Da sich das Team der Aktivisten meist aus einem überschaubaren
Personenkreis zusammenstellt und
gleichzeitig eine elektronische Vernetzung der verschiedenen Personen
besteht, wird eine Koordinierung
relativ schnell möglich. Der oberste Grundsatz, dass das Ziel im
Mittelpunkt steht, ohne dass
man sich ständig der Loyalität und zwischenmenschlicher Toleranz der
Mitstreiter/-innen versichern
muss, hilft bei diesen Entscheidungsprozessen.
Da die Abschaffung der Jagd den Kulminationspunkt der Initiative bildet,
muss jede Entscheidung und
Aktion diesem Ziel untergeordnet werden.
Demonstrationen und öffentliches Auftreten
Während bei der ersten Demonstration meist genügend Tierfreunde,
Tierrechtler und Jagdgegner zusammenfinden
und auch die Organisation der Abschlusskundgebung meist gut
funktioniert, ist eine
dauerhafte Präsenz der Jagdgegner/-innen in der Öffentlichkeit
schwieriger zu ereichen. Aus diesem
Grunde muss ein ständiger Kontakt zu Presse, Medien und Natur- und
Tierschutz-Vereinen gepflegt
werden, damit der Unmut über die Jagd der Öffentlichkeit und vor allem
den Politikern ständig sichtbar
wird.
>Hier muss unbedingt an Notwendigkeit des Durchhaltewillen aller
Gleichgesinnten von Anfang an
appelliert werden. Es sollte auch immer deutlich gezeigt werden , dass
nur wir den Tieren die entsprechende
Stimme verleihen können und wir deshalb auch moralisch verpflichtet sind
"am Ball" zu bleiben.
Alle Mitstreiter/-innen sind auch aufgefordert, bei Bedarf sofort
Leserbriefe zu schreiben, wenn z. B.
"Jägerlatein" in Presseartikeln auftaucht. Nützlich ist es auch
Politiker persönlich anzuschreiben, damit
die entsprechende Betroffenheit authentisch vermittelt werden kann.
Vielerorts setzt das Nachdenken
auch erst ein, wenn bei sog. Hubertusmessen stille Mahnwachen mit
Transparenten und Plakaten
aufgestellt werden.
Nur durch den ständigen "Tropfen" wird der "Jagd"-Stein hohl, so wie
auch die entsprechenden Jagdbegründungen
bei genauer Betrachtung als äußerst durchsichtig erscheinen. Viel
Resonanz ist bei
flächendeckenden Aktionen zu erhalten, bei denen mit entsprechend großen
Plakaten und Inseraten
oder Beiträge in Broschüren verschiedener Natur- oder Tierschutzverbände
die Fakten unverblümt
dargelegt werden.
Druck auf die Politiker
Durch massives öffentliches Auftreten und durch das Anschreiben der
Politiker und den entsprechenden
Parteien wird unseren Volksvertretern schnell klar, dass man/frau sich
bewegen muss.
Zunächst kommen die allgemein üblichen "Jägerstatements", doch durch die
fundierten Belege aus
Forschung und Wissenschaft, aber auch durch den Hinweis auf veränderte
ethische und moralische
Werte, gegenüber der Natur und den Tieren, kommt ein Denkprozess in
Gang, den die Jäger als
"nachhaltig" definieren würden und der das Ende der Jagd einleitet.
Sammlung jagdrelevanter Daten
Von Anfang an muss eine Sammlung vieler Jäger-, Jagd- und
Jagdunfalldaten angelegt und zentral
geführt werden, um auf allen Ebenen zeigen zu können, welch Geistes Kind
die Jagd und die Jäger
heute tatsächlich noch sind.....
Um die Mentalität der Jäger noch besser beleuchten zu können, darf auch
der weltweite Jagdtourismus
und die Trophäensammlungen nicht vergessen werden und dazu müssen auch
entsprechende
Daten und Namen öffentlich zugängig gemacht werden.
Bei dieser Datensammlung müssen auch Informationen zur
Jagdhund-Ausbildung, der Jagd-Munition
und der entsprechenden Bewaffnung zu finden sein. Auch die Fallen und
die Vorschriften zur Fallenjagd
müssen öffentlich dargestellt werden,
Die Grausamkeit der Fallenjagd und die entsprechenden Instrumentarien
eröffnen jedem neutralen
Betrachter tiefe Einblicke in die Jägerpsyche.
Erfolg
Erfolgreich kann eine solche INITIATIVE ZUR ABSCHAFFUNG DER JAGD nur
sein, wenn es allen
Beteiligten ausschließlich um das Ende dieser archaischen Tierquälerei
geht.
Dabei ist es selbstverständlich, dass alle Jagdgegner mit allen
Tierschützern und Tierrechtlern zusammenarbeiten,
doch können die Aktionen nur erfolgreich sein, wenn es eine
"Speerspitze" gibt, die
eine hohe Stabilität aufweist bzw. aufweisen kann.
Sensibilisierung
Das Thema der Jagd eignet sich auch wegen der fundierten
wissenschaftlichen und stark emotionsbezogenen
Darstellungsmöglichkeiten, um die Gesamtbevölkerung beim Umgang mit
allen Tieren
dauerhaft zu sensibilisieren.
Der emotionale Einstieg in den Tierschutz und die Tierrechte geht bei
einem "Normalbürger" zunächst
leichter mit einem Bambi, als mit der Forderung auf den Verzicht
bestimmter Nahrungsmittel...
Hier kann mit der Abschaffung der Jagd eine dauerhafte
Verhaltensveränderung erreicht werden, die
sich dann auf andere Lebensbereiche auswirkt.
Kurt Eicher
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Beiträge von Julia Brunke auf dem Tierrechtskongress in
Wien
(siehe www.tierrechtskongress.at):
AK TR-Strategien Verlag „Das Brennglas“
Der Verlag „Das Brennglas“ liefert mit Broschüren, Videos, Plakaten,
Handzetteln und der Zeitschrift
„Freiheit für Tiere“ Hintergründe, Facts und Argumentationshilfen zum
Thema Jagd, Massentierhaltung,
Fleischkonsum,...
Strategie:
Professionelle Produktion von Broschüren und Videos
- ungeschminktes Aufzeigen des Tierelends in Massentierhaltung,
Schlachthöfen und bei der Jagd mit
großformatigen Farbbildern
- Widerlegung von Falschinformationen wie Jägerlügen „Jagd ist
notwendig“ oder Ernährungslügen
„Man muss Fleisch essen um sich gesund zu ernähren“
- Aufzeigen von Alternativen und Konzepten: „Natur ohne Jagd“, „Gesünder
leben ohne Fleisch“
Da die Mitarbeiter des Verlags „Das Brennglas“ zum Teil in einer
Werbeagentur arbeiten, stehen know
how, professionelles Equipment, Bildmaterial und Kontakte (z.B. zu
Druckereien, preisgünstige Werbemöglichkeiten)
zur Verfügung. Die Broschüren entstehen ehrenamtlich, d.h. es fallen
„nur“ reine
Druck- und Versandkosten an. Diese werden durch Verkauf von Broschüren
und hauptsächlich durch
Spenden gedeckt.
Großflächige Verbreitung des Informationsmaterials
- Versandaktionen: Wir haben mehrmals bis zu 2000 Adressen aus dem
Bereich Tierschutz/Tierrechte
angeschrieben und unsere Material vorgestellt. Viele bestellen Material
und verbreiten es weiter.
- Zusammenarbeit mit verschiedenen Gruppen, Vereinen und Einzelpersonen
aus dem Bereich Tierschutz/
Tierrechte
- Infostände in ganz Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz
(auch bei Tierschutz-
/Tierrechts-Festen): Kostenlose Weitergabe bzw. Weitergabe gegen Spende
von Broschüren und Info-
Material, Herstellung von Kontakten auch zur Weiterverbreitung
- Anzeigen (auch Tauschanzeigen) in Zeitschriften (z.B. Bio,
Tierrechtsmagazine) mit Bestellkarten
- Internet: Alle Broschüren können mit vollständigen Inhalt und Bildern
unter www.brennglas.com im
Internet gelesen und bestellt werden
- Anschreiben von Politikern: Alle Abgeordneten des Deutschen
Bundestages haben die erste Ausgabe
von „Freiheit für Tiere“ erhalten
Broschüren:
- „Der Lust-Töter“ (Farbbroschüre, 48 Seiten, 3. erweiterte Auflage) zum
Thema Jagd
- „Der Folterknecht und der Schlächter“ (Farbbroschüre, 32 S.) zeigt die
traurige Realität in den Massentierhaltungsbetrieben
und Schlachthöfen
- „Der Tierleichenfresser“ (Farbbroschüre 32 S.) hat sofort reißenden
Absatz gefunden. Direkt, klar
und drastisch wird dem Leser die Wahrheit unter die Nase gerieben – mit
dem Ziel, seine Essgewohnheiten
durcheinander zu bringen – zum Wohle der Tiere.
- Zitatensammlung „Das sagen Große Geister über die Jagd“
- Zitatensammlung „Das sagen Große Geister über das Essen von
Tierleichenteilen“
- Zitatensammlung „Die verheimlichte Tierliebe Jesu“
Zeitschrift „Freiheit für Tiere“
Mit der Zeitschrift „Freiheit für Tiere“ haben wir uns das Ziel gesetzt,
den Tieren eine Stimme zu geben.
Wir wenden uns dabei nicht nur an Menschen, die bereits Tierrechtler
sind oder sich vegetarisch
bzw. vegan ernähren, sondern bewusst an eine breitere Öffentlichkeit –
an Menschen, die Tiere lieben.
Dies kommt auch in der Aufmachung und Gestaltung der Zeitschrift zum
Ausdruck. Inhaltlich
setzt sich die Zeitschrift kompromisslos sowohl für unsere Haustiere,
als auch für die Millionen
Schlachttiere, Versuchstiere und die Wildtiere in unseren Wäldern ein.
Wir zeigen die Missstände auf
– es muss endlich Schluss sein mit den Qualen, die der Mensch den Tieren
zufügt. Und wir berichten
wir über Aktionen und Demonstrationen von Menschen, die sich für die
Tiere einsetzen.
„Freiheit für Tiere“ ist ein Gemeinschaftswerk vieler. Tierschützer und
Tierrechtler verschiedener
Gruppen und Vereine tragen mit Informationen, Bildern und Artikeln zum
Entstehen bei. Alle Redakteure
und Helfer setzen sich aus Idealismus ehrenamtlich ein.
Erscheinungsweise: alle 3 Monate
Verbreitung: „Freiheit für Tiere“ ist an 3000 Bahnhofskiosken in
Deutschland, Österreich und der
Schweiz erhältlich sowie über Abos und Förderabos. Etliche Gruppen und
Vereine aus dem Bereich
Tierschutz/Tierrechte verbreiten die Zeitschrift an ihre Mitglieder oder
Interessenten weiter. Tierarzt45
praxen bieten günstige Praxisabos und Verteilexemplare an. Weiterhin
sind wir mit Info-Ständen und
kostenlosen Verteilexemplaren in mehreren Städten Deutschlands sowie auf
Tierschutz- und Tierrechtsfesten
vertreten gewesen.
Auflage: Die erste Ausgabe Juni/Juli/August hatte bereits eine Auflage
von 20.000 Exemplaren. Die
Auflage der Ausgabe Sept./Okt./Nov. wird noch einmal um einige tausend
Exemplare höher sein, da
wir mit einem Stand auf der Buchmesse in Frankfurt vertreten sind und
mehrere tausend Probehefte
verteilen wollen.
Inhalt: Aktuelle Informationen und Nachrichten – Live-Reportagen –
Artikel und Gast-Beiträge von bekannten
Autoren, Tierschützern, Tierrechtlern, Biologen – Interviews mit
Menschen, die sich für Tiere
einsetzen – Neues von Tierschutzprojekten – Tierportrait mit Poster –
Rat & Hilfe aus der Tierarztpraxis
– Tipps für eine tierfreundliche Ernährung und Kosmetik – Unterhaltsames
und Spannendes – Kinderseite/
Jungreporter
Resonanz: Die Resonanz auf „Freiheit für Tiere“ ist überwältigend: Wir
bekommen jeden Tag viele
Bestellungen und Zuschriften, an manchen Tagen waren es weit über 100.
In Leserbriefen äußern
Menschen ihre Freude darüber, dass mit „Freiheit für Tiere“ das erste
Tierschutz-/Tierrechtsmagazin
im Zeitschriftenhandel erhältlich ist und dass mit dieser Zeitschrift
vielen Menschen dieser natur- und
tierachtende Geist ansprechend zugänglich gemacht wird - genau diese Art
der Darstellung habe vielen
bislang gefehlt.
Viele Leute, die zunächst ein Probeheft erhalten oder angefordert haben
werden Abonnenten, ein
großer Teil bestellt sogar das Förderabo und unterstützen die Produktion
und Verbreitung der Zeitschrift
mit 5,-, 10,- oder 15,- Euro im Monat. Und immer wieder bekommen wir
Angebote für Artikelbeiträge
oder Bildmaterial.
AK Jagd - Verlag „Das Brennglas“: Anti-Jagd-Broschüre „Der Lust-Töter“
Inhalt, Ansatz und Ziel
Die Anti-Jagd-Broschüre „Der Lust-Töter“ will
- einer breiten Öffentlichkeit die grausame Realität bei der Jagd
aufzeigen: durch drastische Farbbilder,
Schilderung vom grausamen Jagdarten (Fallenjagd, Baujagd, Treibjagd,
viele Tiere werden nur
angeschossen,...), Berichte und Erzählungen von Jägern (z.B. aus
Jagdzeitschriften), Berichte von
Betroffenen (z.B. Haustierabschuss).
- Jägerausreden wie „Jagd ist angewandter Naturschutz“ widerlegen: Jagd
ist aus biologischen und
ökologischen Gründen nicht notwendig, im Gegenteil: Jagd bringt
natürliche Regelsysteme völlig
durcheinander.
Übrig bleibt die Lust der Jäger am Töten, am Beutemachen (daher auch der
Name „Der Lust-Töter“).
Diese Motivation ist aus ethischen Gründen nicht zu rechtfertigen und
wird von der überwältigenden
Mehrheit der Bürger abgelehnt (aktuelle GEWIS-Umfrage vom 29.07.02 in
Deutschland: Nur 3% sprechen
sich gegen die Abschaffung der Jagd aus).
Verbreitung
Bereits kurz nach Erscheinen der ersten Auflage „Der Lust-Töter“ (im
August 2001)
meldete sich das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, der die
Anti-Jagd-Broschüre für Recherchen
verwendete, einen Fotographen schickte und in der Ausgabe 44/01 auf vier
Seiten über den „Aufstand
gegen die Waidmänner“ berichtete.
Seit September 2001 arbeiten wir mit Kurt Eicher von der „Initiative zu
Abschaffung der Jagd“ zusammen,
der die Broschüre bei den Anti-Jagd-Demos in Berlin verbreitet und bei
seinem Schreiben an
Bundeskanzler Schröder, Umweltminister Trittin und
Verbraucherschutzministerin Künast, sowie an
alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages und die Umwelt- und
Verbraucherschutzministerien
der Länder jeweils einen „Lust-Töter“ beilegte.
Im Oktober 2001 – nur zwei Monate nach Erscheinen - waren die ersten
10.000 Broschüren verteilt
und eine zweite Auflage wurde notwendig.
Der Verein gegen Tierfabriken VgT Österreich bestellte in diesem Zug
5000 österreichische Ausgaben
der Broschüre.
Im Frühjahr 2002 erschien die 3. Auflage, die vollständig überarbeitet,
aktualisiert und auf 48 Seiten
erweitert wurde.
Tierschutzvereine, Tierheime und Tierrechtsgruppen aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz
bestellten viele hundert Exemplare zum Auslegen, für Infostände und zum
Weitergeben an ihre Mitglieder
oder Interessierte. Selbst Forstämter waren darunter, die Probleme mit
der Schießwut mancher
Jäger hatten.
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Ich war auf einer Party bei UL-Leuten eingeladen. Was ich
total toll fand war das mit der wilden Katze.
In einem Haus neben der Party war eine verletzte wilde Katze in
Behandlung und sie hat in einem
Raum gelegen, dessen Fenster dorthin zeigte, wo die ganzen Leute
vorbeimussten, um auf die Party
zu kommen. Eine Tierärztin kam an, und erklärte dem Veranstalter der
Party, dass sich die Katze
durch die ganzen Leute wohl verängstigt verkrochen hat. Auf jeden Fall
haben dann alle sofort mit angepackt
und innerhalb von einer viertel Stunde war ein langes Absperrgitter um
das Haus mit der Katze
aufgebaut, so dass alle einen riesen Umweg bis zum Eingang machen
mussten.
Stephanie, 15
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