| Karin Hilpich vom 15.03.2006
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Fleischpädagogik
Auf einen wirklich ausgefallenen Einfall kam man in der Kita „Wirbelwind“ in Karben. Mit ihrer Kindergruppe besuchten zwei Erzieherinnen eine Metzgerei und verbrachten dort einen „durch und durch gelungenen Vormittag“.Den Kleinen wurden die im Entstehungsprozess dessen, was ihre Eltern am Ende kaufen sollen, zum Einsatz kommenden Maschinen vorgeführt, sie durften sogar mitmachen, natürlich probieren und erhielten zum krönenden Abschluss noch ein Produkt des Hauses zum Mitnehmen. Wenn das kein Marketing ist!
An besonders auf den jüngeren und jüngsten Teil der Bevölkerung abzielenden Werbestrategien hat die Branche in letzter Zeit ja schon einiges aufgeboten – aber hat sie neuerdings sogar Kindergärten unter Vertrag? Den Niederungen der Immoralität sind in der Fleischwerbung seit je bekanntlich keine Grenzen gesetzt – aber die Aktion in Karben markiert einen neuen Höhepunkt geballter Dummheit, die, wie man sieht, an die nächste Generation so früh wie möglich weitergegeben werden soll. Man kann so etwas – außer tierverachtend – auch Kindesmissbrauch nennen…
Protestsendungen sind unterwegs. |
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